Kreis Pinneberg : So enden unsere Weihnachtsbäume nach den Feiertagen

Was vom Feste übrig blieb: Eckardt Müller vor einem Berg entsorgter Tannenbäume.
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Was vom Feste übrig blieb: Eckardt Müller vor einem Berg entsorgter Tannenbäume.

Die Gab sammelt ausgemusterte Tannen ein. Jährlich stehen etwa 24 Millionen Exemplare in deutschen Haushalten.

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09. Januar 2015, 12:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Nach den Festtagen kommt der große Kehraus. Die Heiligen Drei Könige haben ihre Runden gedreht. Nun schmeißen viele Menschen in der Region ihre Tannenbäume raus. Die schmucklosen Gesellen stehen vielerorts einsam und verlassen am Straßenrand. Doch was passiert mit den einst so stolzen Gewächsen?

„Am Mittwoch haben wir begonnen, die Tannenbäume einzusammeln“, sagt Jens Ohde, Geschäftsführer der Gab in Tornesch-Ahrenlohe. Schwere Lastwagen mit Müllpresse sind derzeit auf den Straßen im Kreis Pinneberg unterwegs. Sie schlucken das Grünzeug und bringen es zum Recyclinghof in Ahrenlohe. Etwa 30 Tonnen stapeln sich dort bereits zu einem meterhohen Berg. Statt des feinen Odeurs aufgerissener Müllsäcke kriecht Besuchern des Abfallwirtschaftszentrums derzeit der würzige Duft von Tannengrün in die Nase.

„Aus den Weihnachtsbäumen wird bester Kompost“, sagt Eckhardt Müller. Er führt normalerweise neugierige Schulklassen über den Rcyclinghof. Die Tannen werden während der kommenden Tage gesammelt. Etwa 20.000 waren es im vergangenen Jahr. Schließlich jagen die Entsorgungsspezialisten sie durch einen Schredder. Transporter bringen die Holzschnitzel dann in eine Recyclinganlage nach Hohenlockstedt (Kreis Steinburg). Dort entsteht daraus Kompost.

„Der Rohstoff wird anschließend weitervermarktet. Die Abnehmer sind hauptsächlich Privatleute, die den Kompost etwa in ihrem Garten verwenden“, sagt Ohde. So werden die alten Weihnachtsbäume vielleicht schon bald zum nahrhaften Substrat für ihre eigenen Nachfolger.

Manche der ausrangierten Gehölze werden allerdings auch von Feuerwehren oder Vereinen eingesammelt. Sie gehen dann während des Biikebrennens oder während eines Osterfeuers in Flammen auf.

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