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Pinneberger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 08:03 Uhr

Skeptiker am Ende überzeugt

vom

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Halstenbek | Selbstbewusst, zuversichtlich, engagiert und natürlich gesund sollen sie sein, Halstenbeks Kinder und Jugendliche - so gibt es der neue Jugendplan der Gemeinde vor. Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann und Ortsjugendpflegerin Daniela Spitzar stellten das 40-seitige Dokument im Rathaus vor. Der Plan - bisher nur auf losen DIN-A4-Seiten vorhanden, ein gebundenes Heft ist in Planung - benennt Schwerpunkte für die Kinder- und Jugendarbeit in den kommenden Jahren. Der letzte Jugendplan in Halstenbek war 2003 erschienen.

Entwickelt hat den Plan die Arbeitsgruppe "Erziehung und Bildung" , zusammengesetzt aus Delegierten aller Fraktionen, Mitarbeitern der Verwaltung sowie Leitern von Schulen und weiteren Einrichtungen aus Kinder- und Jugendarbeit. Über ein Jahr hinweg traf sich die Arbeitsgruppe regelmäßig, um die bestehenden Angebote für Kinder und Jugendliche unter die Lupe zu nehmen. Dabei, berichtet Hoß-Rickmann, habe man sich auch auf finanzielle Aspekte konzentriert; denn manche Gemeindevertreter hätten anfangs Zweifel angemeldet, ob die bestehenden Angebote sämtlich nötig seien. "Das war ein ganz wichtiger Prozess", meint Hoß-Rickmann - denn am Ende waren auch die Skeptiker überzeugt: Die Gelder, die in die Kinder- und Jugendarbeit fließen, werden angemessen verwendet.

Und das sind nicht wenige: "Fast ein Drittel des Haushalts", sagt Hoß-Rickmann, stecke Halstenbek in diesen Bereich - und leiste dabei mehr als rechtlich vorgeschrieben: Angebote wie Sozialarbeit und offene Ganztagsangebote in Schulen etwa biete die Gemeinde freiwillig an.

In seiner Zielsetzung orientiert sich der Plan an der EU-Strategie für Jugendarbeit, die der EU-Rat 2009 veröffentlichte. Demnach sollen sich die Kommunen auf acht Bereiche konzentrieren, etwa "Bildung", "Unternehmergeist", "Teilhabe" und "Gesundheit". Der Halstenbeker Jugendplan hat diese sogenannten "Aktionsfelder" übernommen - auch, wie Spitzar erklärt, weil die Gemeinde so eine Chance hat, sich um EU-Fördermittel zu bewerben. Angesichts der Haushaltslage ein wichtiger Punkt: "Das Geld ist sehr viel knapper geworden."

Konkrete Vorhaben nennt das Schriftstück nicht. Das sei Absicht, erklärt Spitzar: Schließlich sei der Plan auf mehrere Jahre ausgelegt, er müsse als allgemeine "Willenserklärung" der beteiligten Einrichtungen verstanden werden.

Der Jugendplan soll demnächst an die beteiligten Einrichtungen verteilt sowie auf der Webseite der Gemeinde veröffentlicht werden.

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