Pinneberg : Simon hat eine Stammzellspende erhalten

So zeigte sich Simon vor vier Tagen auf seiner Facebook-Seite „helft-simon.de“.
So zeigte sich Simon vor vier Tagen auf seiner Facebook-Seite „helft-simon.de“.

shz.de von
12. Mai 2015, 10:08 Uhr

Pinneberg | Gut zwei Monate nach der Diagnose akute Leukämie hat der 26-jährige Simon aus Pinneberg in der vergangenen Woche eine Knochenmarkspende erhalten. Ob die Transplantation der Zellen erfolgreich war, stehe noch nicht fest, hieß es gestern auf Nachfrage des Pinneberger Tageblatts aus seinem privaten Umfeld. Der leidenschaftliche HSV-Fan verbringe die Tage größtenteils mit Schlafen, brauche sehr viel Ruhe. Damit Simon diese erhält, komme auch nur noch seine Mutter regelmäßig zu Besuch.

Zum Gesundheitszustand  des Pinnebergers schrieb Simons Familie am vergangenen Freitag auf der Facebook-Seite „helft-simon.de“: „Ihm geht’s beschissen, um es mal so auszudrücken! Es war lange nicht so schlimm wie jetzt!“ Zudem ist in dem sozialen Netzwerk zu lesen: „Er muss ständig erbrechen, hat große Bauchkrämpfe und kämpft mit einer Art Erschöpfung, die wir uns als gesunde Menschen nicht vorstellen können!“ Aber der 26-Jährige  gebe nicht auf, kämpfe „wie ein Löwe“. „Ich habe große Schmerzen, aber da muss ich jetzt durch“, soll er noch am Freitag gegenüber seiner Familie gesagt haben.

Anfang März erhielt Simon von seiner Hausärztin die Diagnose, die sein Leben von einem auf den anderen Tag veränderte. Noch am selben Tag ging er ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, um sich dort therapieren zu lassen. Parallel dazu suchten die Mediziner in der Deutschen Knochenmarkspender-Datei (DSKM) nach einem sogenannten genetischen Zwilling – zunächst erfolglos. Deshalb organisierte die DKMS zusammen mit Simons Familie und einigen Freunden unter der Schirmherrschaft von Pinnebergs Landrat Oliver Stolz für Ende März eine Typisierungsaktion im Kreishaus in Elmshorn, zu der 2120 Menschen aus der Region kamen. Sie alle wollten dem 26-Jährigen helfen. Darüberhinaus riefen sie im April zu einer weiteren Typisierungsaktion vor dem HSV-Stadion auf. Ende des vergangenen Monats kam dann die erlösende Nachricht: Es wurde ein Stammzellspender gefunden.

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