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Pinneberger Tageblatt

21. September 2017 | 21:44 Uhr

Sieg beim zweiten Versuch

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bürgermeisterwahl Rolf Schwarz (BBP) setzt sich in Prisdorf gegen Holger Splettstößer (CDU) durch

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2016 | 16:38 Uhr

Trotz des idealen Grillwetters wollten sich etwa 80 Prisdorfer die Wahl des neuen Bürgermeisters am Montagabend nicht entgehen lassen. Die CDU-Fraktion hatte Holger Splettstößer (44) ins Rennen geschickt, der Bürgerblock (BBP) zum zweiten Mal Rolf Schwarz (61) vorgeschlagen. Die SPD sollte an diesem Abend das Zünglein an der Waage spielen. Schwarz ging am Ende als Sieger hervor.

Bevor die Vertreter an die Urne gingen, fielen deftige Worte im Bilsbekraum. CDU-Fraktionsvorsitzender Matthias Booke ging hart mit Schwarz ins Gericht, bezeichnete seine Arbeitsweise als „undemokratisch“, kritisierte Alleingänge und die Sturheit des 61-Jährigen. „Rolf Schwarz macht alles, aber alles allein“, sagte Booke. In der CDU habe niemand ein doppeltes Mandat, man agiere „im Team“ und „mit Weitblick“. „Wir wählen hier nicht nur einen Bürgermeister, sondern auch die Art, wie wir in Zukunft zusammenarbeiten“, appellierte Booke an die SPD.

Morten Hardorp (BBP) erwiderte, „dies ist eine Bürgermeisterwahl und kein Abend für persönliche Abrechnungen“. Genützt hat Booke seine Rede nichts.

Die CDU stellt sechs Gemeindevertreter, der BBP vier und die SPD drei. Als Wahlleiter Manfred Uhl (SPD) die Wahlzettel laut vorlas, blieb es bis zum Ende spannend. Denn die letzte Stimme gab den Ausschlag: Schwarz erhielt sieben, Splettstößer sechs Stimmen. Bis zum Ende der Wahlperiode im Jahr 2018 ist er Bürgermeister der Gemeinde.

Es folgte die feierliche Vereidigung. Im Anschluss ließ es sich Schwarz nicht nehmen, einige Worte über seinen Vorgänger Wilfried Hans (CDU) zu verlieren, der nach 14 Jahren aus beruflichen und familiären Gründen zurückgetreten war. Als „guter und anerkannter Bürgermeister“ nach einer so langen Zeit zu gehen, sei sein gutes Recht, befand Schwarz. „Die Gemeinde kann dankbar sein, dass jemand 14 Jahre lang den Karren gezogen hat.“

„Es war klar, dass es knapp wird“, resümierte Splettstößer nach der Wahl. Enttäuscht sei er nicht. Nun müsse sich der neue Bürgermeister beweisen. „In zwei Jahren ist wieder Wahl.“ Schwarz bekam das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht und nahm die Glückwünsche der Bürger entgegen. „Ich bin sehr zufrieden, dass es geklappt hat“, sagte er.

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