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Pinneberger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 05:36 Uhr

Siedlung "Im Hauen": 2363 Amphibien gerettet

vom

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Pinneberg | Vor zehn Jahren hatten sie genug. Auf dem Osterloher Weg und auf angrenzenden Straßen verendeten jedes Frühjahr hunderte von Kröten und anderen Amphibien. Totgefahren von Autos, die über die Asphaltstraße heizen, die ganz früher mal lediglich ein Feldweg war. Jürgen Voigdt, Mitglied im Pinneberger Nabu, und Mitstreiter aus der Siedlung "Im Hauen" entschieden sich, aktiv etwas für den Erhalt der Tiere zu tun.

Seitdem bauen die Naturschützer jedes Jahr, wenn es wärmer wird und die Kröten sich aufmachen, zu ihrem Geburtsort, den Fischteichen, zu kommen, um selbst zu laichen, einen etwa 600 Meter langen Kunststoffzaun entlang der dortigen Knicks auf. Alle 30 Meter stecken sie einen Eimer ins enge Geflecht.

Jeden Morgen und jeden Abend nun - in der Dunkelheit sogar mehrmals, die letzte Tour sei häufig um Mitternacht, so Voigdt - müssen die Helfer die Eimer abgehen, die gefangenen Kröten befreien und sie sicher über die Straße bringen. Etwa einen Monat lang. In diesem Jahr erzielten sie ihr bisher bestes Ergebnis der Rettung, berichtet Voigdt: 2130 Erdkröten, 103 Grasfrösche, 115 Teichmolche und 15 Kamm-Molche - die stehen unter besonders strengem Schutz - konnten vor dem Tod unter dem Autoreifen bewahrt werden.

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