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Pinneberger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 01:09 Uhr

Musikfest : Siebte Hafennacht in Uetersen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jörg Holstein, Organisator Hafennacht Uetersen, über das Festival.

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2014 | 15:00 Uhr

Uetersen | Jörg Holstein (46) ist einer der Organisatoren der Uetersener Hafennacht. Im Sonntagsgespräch erklärt der Inhaber des Stage-Guitar-Gitarrenhauses in Uetersen unter anderem, was den besonderen Reiz der Veranstaltung ausmacht.

Was ist das Besondere an der Hafennacht?
Außergewöhnlich ist, dass die Menschen ganz nah an den Künstlern dran sind. Normalerweise ist der Musiker auf der einen und das Publikum auf der anderen Seite. Bei der Hafennacht ist diese Trennung aufgehoben und der Dialog zwischen allen Beteiligten ausdrücklich gewünscht. Auch das Finale bei Ratjen mit allen Künstlern und Besuchern ist etwas Besonderes.

Worin liegt Ihre Motivation, die Veranstaltung zu organisieren?
Wir wollen helfen, Uetersen musikalisch am Leben zu erhalten. Keine große Stadthalle mehr, das geplante Veranstaltungszentrum ist nie gekommen, etliche Clubs mussten schließen – die geeigneten Standorte für Live-Musik sind in den vergangenen Jahren immer weniger geworden. Das finde ich sehr traurig. Momentan halten eigentlich nur das Rock´n´Rose Festival, das Taps und die Hafennacht die Laterne am Leuchten und bieten Musik jenseits von Klassik und Knabenchor.

Was wollen Sie mit der Hafennacht erreichen?
Dass die Uetersener wieder mehr auf die Straße gehen und sich für Live-Atmosphäre in den Clubs begeistern. Wir wollen zeigen, dass es sich lohnt, Musikveranstaltungen auszurichten. Zudem sollen junge Künstler die Möglichkeit erhalten, auf der Bühne zu stehen. Eine Chance, die ich früher auch bekommen habe. Vielleicht können wir ja einige Kinder und Jugendliche dazu bringen, die Playstation mal beiseite zu legen und stattdessen zum Keyboard oder zur Gitarre zu greifen.

Inwiefern hat sich die Hafennacht verändert?
Der ursprüngliche politische Auftrag ist nicht mehr da. Früher ging es darum, mit der Veranstaltung für die Bebauung des Hafengebiets zu werben. Dieses Ziel hat sich aufgrund der Spundwand leider erledigt.

Was erhoffen Sie sich für den 18. Oktober?
Erst einmal ausverkaufte Clubs mit insgesamt 600 bis 700 Gästen, die am Ende alle begeistert nach Hause gehen. Dazu wünsche ich mir, dass die Musiker Netzwerke knüpfen und sich beispielsweise gegenseitig Auftrittsmöglichkeiten verschaffen.

Wird die Hafennacht aus Ihrer Sicht ausreichend von Politik und Verwaltung unterstützt?
Wenn man vom Rock´n´Rose Festival absieht, ist die Unterstützung für Veranstaltungen wie die Hafennacht eher mau. Die Kulturtöpfe werden eher für den Knaben- beziehungsweise Pfeifer- und Trommlerchor sowie die Kirchengemeinden verwendet. Dort wird sicherlich tolle Arbeit geleistet. Es wäre aber schön, wenn auch für andere Bereiche noch etwas da wäre.

Was bedeutet Ihnen persönlich Musik?
Sie ist mein ein und alles. Ich spiele seit 40 Jahren Gitarre. Sänger in einer Band bin ich seit 30 Jahren. Es bringt einfach unheimlichen Spaß, zusammen mit Freunden gute Musik zu machen, mit meiner Band Jackbox auf der Bühne zu stehen und bestenfalls noch Applaus zu kriegen. Rock ist einfach mein Leben.

Die siebte Auflage der Uetersener Hafennacht steigt am Sonnabend, 18. Oktober. Sieben Bands spielen ab 19.30 Uhr in sechs Clubs und heizen mit fetziger Musik ein. So tritt im Taps (Pinnauallee 1) die Band „Blue Moon Jam“ auf. Im Restaurant Roses (Alsenstraße 23) sorgen „Baer“ für Stimmung. Im Café Von Stamm (Kleiner Sand 60) heizt „Bluescream“ ein. Julia Reppenhagen singt im Kandelaber (Großer Wulfhagen 41). „Summer Crowd Stereo“ spielen im Eat Fresh (Gerberplatz 7). Ab 23 Uhr steigt bei Ratjen (Mühlenstraße 56) das große Finale mit „5th Avenue“ und „Rockin Bones“. Karten gibt es im Vorverkauf für zwölf Euro im Gitarrenhaus StageGuitar (Großer Sand 115) und bei Lavorenz (Großer Sand 26). An der Abendkasse kostet der Eintritt 16 Euro.
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