Sie wollen Schülern helfen

Sie wollen Schulsozialarbeit verbessern: Maja Hatje, Leiterin Grundschule Birkenallee (von links), Schulrat Dirk Janssen, Isabell Stoll und Raphael Krause, (beide „Familienräume Karin Struckmeier“), Christiane Timmermann (Fachdienst Soziales), Christoph Helms (Leiter Jugendamt), Sarah Köhnke (Team Sozialplanung und Steuerung), Bettina Michaelsen (Leiterin Förderzentrum).
Sie wollen Schulsozialarbeit verbessern: Maja Hatje, Leiterin Grundschule Birkenallee (von links), Schulrat Dirk Janssen, Isabell Stoll und Raphael Krause, (beide „Familienräume Karin Struckmeier“), Christiane Timmermann (Fachdienst Soziales), Christoph Helms (Leiter Jugendamt), Sarah Köhnke (Team Sozialplanung und Steuerung), Bettina Michaelsen (Leiterin Förderzentrum).

Kreis Pinneberg unterzeichnet Vertrag mit Träger „Familienräume Karin Struckmeier“ zur Verbesserung der Schulsozialarbeit

shz.de von
10. Juli 2018, 16:00 Uhr

Der Kreis Pinneberg möchte die Schulsozialarbeit neu organisieren. Dazu wurde nun ein Vertrag zwischen dem Kreis Pinneberg und dem Träger „Familienräume Karin Struckmeier“ unterzeichnet.

Schulbegleiter oder auch Integrationshelfer, unterstützen Kinder mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung im schulischen Alltag.

Der Kreistag hat die Kreisverwaltung im Jahr 2015 beauftragt, ein neues Konzept zur Umsteuerung von Schulbegleitungen zu erarbeiten. Ziel des Konzepts ist es, den individuellen Unterstützungsbedarf von Kindern in den Mittelpunkt zu stellen und gleichzeitig durch eine deutliche Reduzierung des Antrags-, Abrechnungs- und Steuerungsaufwandes bei gleicher Qualität Einsparungen zu generieren.

Hintergrund sind stetig steigende Anforderungen andie Schulen: So gibt es heutzutage eine Vielzahl unterschiedlicher Berufe, deren Vertreter innerhalb einer Schule tätig sind. Die am System Schule Beteiligten aus dem Kreis Pinneberg sprechen in einer Mitteilung von einem „Ort multiprofessioneller pädagogischer Kompetenz (Lehrer der Regelschulen, Sonderpädagogen der schulischen Erziehungshilfen und Förderzentren, Schulbegleitungen, Integrationshelfer, Schulsozialarbeiter und Schulassistenten, Mitarbeiter des offenen, beziehungsweise des gebundenen Ganztags)“.

Aufgabe der Schule sei es, diese verschiedenen Verantwortungsbereiche beziehungsweise Hilfeleistungen möglichst wirksam zu kombinieren und zu koordinieren um größtmögliche Effizienz zu erreichen.

„Die umfassenden Bemühungen zusätzliche Mittel und Kräfte in Schule zu bündeln und der daraus resultierende erheblich gestiegene finanzielle Aufwand hat dabei aus Sicht der beteiligten Fachleute leider nicht im selben Maße auch zur qualitativen Verbesserung der schulischen Teilhabe der betroffenen Kinder und Jugendlichen geführt“, heißt es in der Mitteilung.

Daher werden das Schulamt, die Jugendhilfe und die Eingliederungshilfe des Kreises Pinneberg noch enger als bisher zusammenarbeiten. Die bisher eher getrennt regulierten finanziellen und personellen Ressourcen sollen zukünftig gebündelt und enger koordiniert werden.

Dies soll modellhaft im Rahmen des Projektes QSUS (Qualitätsentwicklung schulischer Unterstützungssysteme), in der Region Uetersen/Tornesch (Versorgungsbereich des Förderzentrums Uetersen) geschehen. Durch dieses Projekt sollen erste Erfahrungen in der Eingangsstufe (1. und 2. Klasse) gesammelt werden. Die Unterstützung richtet sich an Kinder, die aufgrund von körperlichen, geistigen und/oder seelischen Beeinträchtigungen in ihrer Teilhabe an schulischer Bildung eingeschränkt sind.

Das Modellprojekt startet am 1. August und ist zunächst auf ein Jahr befristet.

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