Sie sind motiviert und engagiert

Der neue Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Pinneberg, Felix Tranziska (von links), Beate Ludka, Jaro Barthmann, Valentin Kraner, Karoline Janßen, Ozan Aydin und Friedemann Schlotfeld. Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk (vierte von rechts) war zur offiziellen Verpflichtung dabei.
Foto:
1 von 2
Der neue Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Pinneberg, Felix Tranziska (von links), Beate Ludka, Jaro Barthmann, Valentin Kraner, Karoline Janßen, Ozan Aydin und Friedemann Schlotfeld. Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk (vierte von rechts) war zur offiziellen Verpflichtung dabei.

Neun gewählte Mitglieder treten ihren Dienst im Namen des Kinder- und Jugendbeirates an / Erste Zusammenkunft am 8. Januar

shz.de von
05. Januar 2018, 16:24 Uhr

Voller Tatendrang stürzte sich der neu gewählte Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Pinneberg (KiJuB) auf seine Aufgaben. Bei den Vorstandswahlen gab es selbst für den mit viel Arbeit verbundenen und deshalb meist unbeliebten Job des Protokollführers zwei Bewerberinnen. KiJuB-Neuling Beate Ludka gewann das Rennen ohne Gegenstimme.

Ebenfalls nur Ja-Stimmen gab es bei der Wahl von Valentin Kraner zum Vorsitzenden. Er hatte bereits den vorhergehenden KiJuB geleitet. Seine Stellvertreterin wurde Karoline Janßen, die sich mit einer Stimme Vorsprung gegen Friedemann Schlotfeld durchsetzte. Einstimmigkeit wieder bei der Wahl des Kassenwarts. Für Ozan Aydin war es genau der Job, den er sich gewünscht hatte. Er verwaltet jetzt etwa 100 Euro Bargeld und muss außerdem darauf achten, dass der von der Stadt bereitgestellte Etat von 1300 Euro pro Jahr nicht überschritten wird.


Bürgervorsteherin führt Mitglieder in Pflichten ein

Insgesamt hat der Ausschuss neun Mitglieder. Jaro Barthmann, Julia Dinse, Katharina Ramm und Felix Tranziska gehören noch dazu. Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk hatte die jungen Leute zu Beginn der Sitzung per Handschlag offiziell in ihre Ausschusspflichten eingeführt. Julia und Katharina waren allerdings krankheitshalber verhindert.

Nach den Vorstandswahlen konnten die jugendlichen Beiratsmitglieder sich aussuchen, an welchen Sitzungen städtischer Gremien sie teilnehmen wollen. Stimmrecht haben sie dort zwar nicht, aber sie dürfen Fragen stellen und Anträge einbringen, belehrte Stadtjugendpfleger Raimund Bohmann die sieben Mädchen und Jungen, von denen fünf zum ersten Mal dem Beirat angehören.

Die Entscheidung fiel den jungen Leuten schwer, da sie nicht recht wussten, was da auf sie zukomme. Bohmann wiegelte ab, es gehe nicht um eine Festlegung, die für die gesamte zweijährige Wahlperiode bindend sei. Andrea Aalders, die den Beirat als Vertreterin der Stadtverwaltung betreut und mit Sitzungsunterlagen versorgt, ergänzte, die oft sehr umfangreichen Dokumentenpakete pro Sitzung aus Anträgen, Begründungen und Stellungnahmen müsse man nicht sorgfältig durchstudieren. Es reiche, sie auf jugendrelevante Tagesordnungspunkte abzuklopfen, um danach abzuwägen, ob eine Sitzungsteilnahme überhaupt sinnvoll sei.

Valentin und Friedemann meldeten sich für den Rat der Stadt, das entscheidende politische Gremium in Pinneberg. Valentin will außerdem gemeinsam mit Ozan zu den Hauptausschusssitzungen.

Ozan, der eine berufliche Karriere in der Finanzwirtschaft anstrebt, peilte außerdem den Finanzausschuss an. Die für Jugendbelange wichtigen Ausschüsse für Kultur, Sport und Jugend sowie für Soziales, Kinder und Senioren, der Schulausschuss und nicht zuletzt der Ausschuss für Stadtentwicklung fanden ebenfalls Interessenten. Nur für den Ausschuss Umwelt, Naturschutz und Kleingartenwesen meldete sich kein Abnehmer. „Die langweilen und diskutieren immer stundenlang über alles, was ihnen in den Sinn kommt“, meinte jemand aus der Runde, der schon einmal dort hineingeschnuppert hatte.

Jedes der KiJuB-Mitglieder könne sowieso zu allen Ausschüssen gehen, ebenso zum „runden Tisch Sport“ und zum Kriminalpräventiven Rat, denn alle Sitzungen seien zumindest teilweise öffentlich, machten di Racca-Boenigk und Bohmann klar.

Öffentlich sind natürlich auch alle KiJub-Sitzungen und immer mit „Bürgerfragestunde“ auf der Tagesordnung. Rege Bürgerbeteiligung wäre eine wertvolle Motivierung für die jungen Leute, die da ihre Freizeit zum Wohle ihrer Altersgenossen einbringen. Ihre erste Zusammenkunft im Jahr 2018 findet am 8. Januar im Geschwister-Scholl-Haus statt. Danach meistens am 1. Montag eines Monat, im April auf Grund der Osterferien aber erst am 16., dem dritten Montag.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen