Pinneberg : Sie sind gekommen, um zu bleiben

Frauke Runden (links)  und Ulrike Graefen sprechen für die Pinneberger Schul-Allianz. Sie wollen weiterhin für bessere Lernbedingungen kämpfen. Daebeler.
Frauke Runden (links) und Ulrike Graefen sprechen für die Pinneberger Schul-Allianz. Sie wollen weiterhin für bessere Lernbedingungen kämpfen. Daebeler.

Zwischenbilanz: Schul-Allianz bleibt kämpferisch und fordert für 2015 konsequente Sanierung der Pinneberger Bildungseinrichtungen

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27. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Pinneberg | Theodor-Heuss-Schule. Datumer Chaussee. Erdgeschoss. Der Treffpunkt passt schon mal. Hier wurde vor einem Jahr die Idee geboren: Pinneberg sollte eine Schul-Allianz bekommen. Einen Zusammenschluss aller Bildungseinrichtungen. Zwölf Monate später blickt Sprecherin Ulrike Graefen zurück. „Wir haben große Schlagkraft entwickelt.“ Ziele seien jedoch bislang nur partiell erreicht worden. Es ist eine Zwisschenbilanz. Mehr nicht. Denn eines macht Graefen unumwunden klar: „Wir bleiben auch 2015 am Ball.“ Pinnebergs Schul- Allianz ist gekommen, um zu bleiben.

Wer vergessen hat, warum es einer Allianz der Pinneberger Schulen bedurfte, der muss derzeit nur den Innenhof der Heuss-Schule begutachten. Die Spuren des mutmaßlichen Baupfuschs sind noch immer offensichtlich. Teile der neuen Fassade müssen demontiert werden. Die Hocharbeiten haben begonnen. Elternbeirätin Graefen und ihre Mitstreiterin Frauke Runden fordern eine Aufklärung des Bauskandals. Bürgermeisterin Urte Steinberg hat bereits externe Fachleute eingeschaltet. Das Gutachten soll bis zum Frühjahr vorliegen.

Eines hat die Allianz bereits erreicht: Mit dem seit Jahren unter den Schulen herrschenden Verteilungskampf ist Schluss. „Wir stehen zusammen, lassen uns nicht mehr gegeneinander ausspielen“, sagt Runden. „Auch Schulen, die nicht marode sind, beteiligen sich aus Solidarität.“ Es gehe darum, die Arbeit der Stadtverwaltung auch künftig zu hinterfragen. „In dieser Stadt wird immer noch zu wenig kommuniziert“, ergänzt Graefen. Sie betont, dass der 2014 aufgelegte Schul-Sanierungsplan, der Maßnahmen von mehr als 34 Millionen Euro auflistet, nur minimale Standards setzt: „Da geht es lediglich um eine Grundausstattung“, sagt Graefen. Pinnebergs Kinder dürften keine Nachteile gegenüber Altersgenossen in anderen Städten haben. „Bildung muss in dieser Stadt absolute Priorität haben.“

Für Politiker, die am beschlossenen Sanierungsplan „knabbern“, haben Graefen und Runden kein Verständnis. „Nicht so lange zugleich Großprojekte wie ein neuer Bahnhof geplant werden.“

Pinnebergs Schul-Allianz hatte 2014 mit einer Großdemonstration, einer Ausstellung und Präsenz in den Sitzungen der politischen Gremien auf sich aufmerksam gemacht. Während einer Podiumsdiskussion hatten die Eltern Landes- und Bundespolitikern auf den Zahn gefühlt. Ein Engagement, das fortgesetzt werde. Graefen: „Wir sind noch weit von unserem Ziel entfernt“.

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