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Volksbank Pinneberg-Elmshorn : Sie machen den Weg frei

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Vertreterversammlungen stimmen für den Zusammenschluss der VR Bank Pinneberg und der Volksbank Elmshorn zur Volksbank Pinneberg-Elmshorn. Sobald die Eintragung beim Genossenschaftsregister erfolgt ist, wird das Kreditinstitut die größte genossenschaftliche Bank landesweit sein. Für die Kunden soll erst einmal alles so bleiben wie bisher.

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erstellt am 06.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Die VR Bank Pinneberg und Volksbank Elmshorn wollen im kommenden Jahr zur Volksbank Pinneberg-Elmshorn fusionieren. Das haben die beiden Vertreterversammlungen auf Anraten der Vorstände und Aufsichtsräte in der vergangenen Woche beschlossen. Sobald die Übernahme der Volksbank Elmshorn durch die VR Bank Pinneberg im Sommer 2014 im Genossenschaftsregister eingetragen ist, wird das dann landesweit größte genossenschaftliche Kreditinstitut mit einer Bilanzsumme von zirka 1,8 Milliarden Euro und 27 Geschäftsstellen sowie drei SB-Stellen unter dem neuen Namen firmieren. Das teilten gestern die vier Vorstände – Horst Alsmöller und Uwe Augustin von der VR Bank Pinneberg sowie Christian Scheinert und Stefan Witt von der Volksbank Elmshorn – mit.

Für die Kunden ändert sich laut Auskunft der Vorstände zunächst nichts: Die Bankkarten bleiben gültig, die Kontonummern und Bankleitzahlen unverändert, die Ansprechpartner in den Geschäftsstellen der beiden Kreditinstitute erhalten und das Filialnetz wird nicht verändert – weder werden Anlaufstellen geschlossen, noch eröffnet. Lediglich für Appen gebe es Überlegungen, einen Geldautomaten im Dorf aufzustellen, nachdem die Sparkasse Südholstein angekündigt hatte, sich in der Kommune zurückzuziehen.

Auch für die Mitarbeiter beider Häuser soll sich erst einmal nichts ändern: Die beiden Häuser haben vereinbart, die aktuell 441 Angestellten weiter zu beschäftigen und bis Ende des Jahres 2015 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen.

Die Aufsichtsräte werden zu einem verschmelzen. Das Gremium wird dann aus neun Pinnebergern und sechs Elmshornern bestehen. Mittelfristig sei laut Scheinert angepeilt, den Aufsichtsrat auf zwölf Personen zu reduzieren. „Das werden wir altersbedingt in nicht mal fünf Jahren erreicht haben.“

Lediglich beim Vorstand wird es zu Veränderungen kommen: Augustin und Witt werden sich im neuen Haus um das Kundengeschäft kümmern, Alsmöller um die interne Organisation. Der Sprecher der Volksbank Elmshorn hört hingegen zum Sommer des kommenden Jahres auf und geht in Altersteilzeit. Dann wird Scheinert 63 Jahre alt sein.

Obwohl beide Banken „kerngesund“ sind, so Scheinert und Alsmöller, wollen die Kreditinstitute den Schritt wagen, sich zu vereinen. „Die Fusion dient dazu, unsere Beratungen weiter zu verbessern“, sagte Augustin. Witt ergänzte: „Statt Tankgutscheinen gibt es bei uns ehrliche Beratung und die Fusion macht es uns einfacher, mit einer ganz anderen Schlagkraft auf unsere Kunden zuzugehen.“ So wird es laut Witt beispielsweise künftig vier Spezialberater für Landwirtschaft geben und 25 für Vermögensmanagement.

Die neue Volksbank Pinneberg-Elmshorn mit Sitz in der Kreisstadt wird nach der Fusion über ein Eigenkapital in Höhe von etwa 160 Millionen Euro verfügen. Die Mitgliederzahl beträgt dann zirka 97 000 – Tendenz laut Vorständen steigend.

 

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