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Kreis Pinneberg : Sie laufen für den guten Zweck

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kreispräsident und „Gemeinsam“-Vorstand werben um Geld für Mädchen und Jungen in Not. 8000 Kinder lebten unter der Armutsgrenze.

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2014 | 09:00 Uhr

Pinneberg | Er läuft und läuft und läuft. Was einst für den Käfer von VW galt, ist auf Pinnebergs Kreispräsidenten Burkhard Tiemann ebenso anzuwenden. Er läuft – für die gute Sache. Er läuft – um zu helfen. Er läuft – für benachteiligte Kinder. Bei Wind und Wetter. Und selbst Blasen an den Füßen können ihn nicht schrecken. Tiemann und der Spendenmarsch: seit 2005 eine feste Komponente in den Charity-Veranstaltungen im Kreis Pinneberg.

Allein ist Tiemann bei seinen Wanderungen für den guten Zwecks kreuz und quer durch die Region nicht. Schon kurz nach seinem Amtsantritt als Kreispräsident gründete er den Verein „Gemeinsam“, dessen Vorsitzender er ist und der sich für die Aktion verantwortlich zeichnet. Von Anfang an mit auf Tour sind auch Michael Behrens, Geschäftsführer der Lebenshilfe im Kreis Pinneberg, und Kreistagsmitglied Helmut Kruse (Bündnis 90/Die Grünen).

Die Idee des Spendenmarsches: Jede Gemeinde, die auf der etwa 30 Kilometer langen Strecke durchwandert wird, erhält vorab ein rotes Sparschwein, das bis zum Termin des Marsches durch Spenden aus dem jeweiligen Ort von den Bürgermeistern dem Kreispräsidenten überreicht wird. Ehrensache, dass die Verwaltungschefs den „Gemeinsam“-Tross auf dem Weg durch ihre Gemeinde begleiten. Fast 50.000 Euro sind bei diesen Märschen bereits zusammengekommen. „Damit haben wir viel Gutes tun und viel Leid lindern können“, sagt Tiemann im Gespräch mit dieser Zeitung.

Von diesem Jahr an wird es den Spendenmarsch – den diese Zeitung als Medienpartner unterstützt – in seiner Urform allerdings nicht mehr geben. Dennoch plant „Gemeinsam“ eine groß angelegte Aktion. Anstelle der Bürgermeister werden Organisationen und Unternehmen aufgerufen, Spenden zu sammeln – bei ihrer Belegschaft, bei den Kunden oder auch bei den Lieferanten. Jedes Unternehmen, das sich an der Aktion beteiligen möchte, kann sich um ein Sparschwein bewerben und vier Wochen lang Spenden sammeln. Wer den Wettstreit um das am prallsten gefüllte Sparschwein gewinnt, erhält einen vom Kreispräsidenten gestifteten Spender-Pokal, den dieser zu Fuß überbringen wird. Die Strecke dieses neuen Spendenmarsches, für den die Mohr-Stiftung die anfallenden Kosten übernimmt, wird erst noch festgelegt – je nachdem, wo die Spendensieger ihren Sitz haben. „Auf jeden Fall wird die Strecke mindestens 20 Kilometer lang sein“, kündigt Tiemann an. Neu ist zudem, dass nicht nur die Bürgermeister, sondern jedermann den Kreispräsidenten bei seinem Marsch begleiten kann. „Es soll eine fröhliche Aktion werden, bei der jeder noch seine persönliche Spende loswerden kann“, wirbt Behrens für eine rege Beteiligung.

Fast 8000 Familien im Kreis Pinneberg, so berichtet Tiemann, hätten ein behindertes oder chronisch krankes Kind. Etwa genauso viele Kinder und Jugendliche lebten unter der Armutsgrenze. „Bei allen Katastrophen überall in der Welt ist die Spendenbereitschaft der Deutschen erfreulich hoch. Aber wir vergessen allzu oft, dass es auch vor unseren Haustüren viel Elend gibt“, erläutert Tiemann den Hintergrund des Spendenmarsches. Deshalb engagiere sich „Gemeinsam“ auch ausschließlich im Kreis Pinneberg, und darum sei auch jede noch so kleine Spende hilfreich, sagt der Kreispräsident betonend.

Unternehmen, die sich an dem Spendenmarsch des Vereins „Gemeinsam“ beteiligen möchten, können sich um eines der 20 roten Sparschweine formlos per E-Mail an b-e-t@gmx.de  bewerben. Die Frist endet am Sonnabend, 30. August. Sollten mehr Bewerbungen eingehen als Sparschweine zur Verfügung stehen, entscheidet das Los. Die roten Sparschweine werden vom Kreispräsidenten Burkhard Tiemann und seinen Vorstandskollegen Michael Behrens und Helmut Kruse persönlich vorbeigebracht. Im Anschluss – vom 1. bis zum 30. September – werben die beteiligten Firmen und Unternehmen vier Wochen lang um Spenden. Diejenigen, die die meisten Spenden gesammelt haben, werden in dieser Zeitung vorgestellt.
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