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Pinneberger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 13:57 Uhr

Sie helfen beim Lesenlernen

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erstellt am 11.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Pinneberg | Seit Herbst 2012 sind sie an der Helene-Lange-Schule aktiv - die freiwilligen Helfer vom Verein MENTOR - die Leselernhelfer Kreis Pinneberg. Ihre Mission: Durch individuelle Einzelförderung die Sprach- und Lesefähigkeiten von Kindern verbessern. "Die Mentoren treffen sich immer einmal in der Woche mit einem Kind und arbeiten etwa 40 Stunden, verteilt über 12 Monate, an den Lesefähigkeiten", erklärt Klaus Focke vom Verein. Das Angebot richtet sich an Schüler der zweiten und dritten Klassenstufe. Ausgesucht werden die Kinder von ihren Lehrern, die schlagen den Eltern die Teilnahme am Förderprogramm vor. Im Anschluss an den Unterricht finden dann die Mentor-Stunden in den Räumen der Schule statt. "Lesen ist eine so grundlegende Fähigkeit - auch für das mathematische Verständnis", sagt Focke. Durch die Einzelstunden sollen Kinder daher die Möglichkeit erhalten, bisher Versäumtes aufzuholen. Mentor und Schüler suchen gemeinsam Lektüre aus, lesen und besprechen die Texte anschließend. "Der Spaß kommt bei den Stunden dabei nicht zu kurz. Focke: "Es wird auch viel gespielt, gerätselt und gelacht."

Im Moment arbeiten vier Mentoren an der Helene-Lange-Schule. Doch es soll noch lange nicht Schluss sein. "Wir suchen zunächst weitere Mentoren für die Helene-Lange-Schule - dann wollen wir ein Mentoring an der Grund- und Gemeinschaftsschule aufbauen", erklärt Natalina Boenigk die Pläne für die nähere Zukunft. Die Bürgervorsteherin unterstützt das Projekt genauso wie Susan Burmeister vom Verein Pinneberger Kinder. Boenigk: "Es ist Gold Wert, dass die Kinder eine Stunde ungeteilte Aufmerksamkeit erhalten." Voraussetzungen um am Mentorenprogramm teilzunehmen, sind Interesse an Kindern und am Lesen. Der Verein schult neue Freiwillige mit Einführungsveranstaltungen und bietet auch Fortbildungen an.

Klaudia Lange hat gerade mit der Arbeit als Mentorin begonnen. "Meine eigenen Kinder sind 14 und 16 und suchen jetzt auch ihre Unabhängigkeit." Ihre Leidenschaft für Bücher möchte sie nun auch an andere Kinder weitergeben. "Ich finde es unheimlich wichtig, dass jeder die Möglichkeit hat, die deutsche Sprache richtig zu erlernen." Die Erfolge sind für Focke da: "Die meisten Kinder sind nach Ende des Programms deutlich motivierter und selbstbewusster."

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