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Pinneberger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 18:48 Uhr

Sie fordern die Kasernen-Straße

vom

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2013 | 01:14 Uhr

Pinneberg | "Wir finden, es ist Zeit unsere Stimme zu erheben", betont Jürgen Schenk. Er ist Mitglied der neugegründeten Interessengemeinschaft Hogenkamp. Das Anliegen der Bürgervereinigung: Sie fordern die Westanbindung des Kasernengeländes Eggerstedt. Die Stadt Pinneberg hat dort Großes vor. Hochwertige Wohnbebauung, Gewerbegebiete, eine Kita. "Das Verkehrsaufkommen wird erheblich ansteigen", sagt Anwohner Klaus Schulze. Verwaltung und Politik denken noch immer über die so genannte Kasernenstraße im Westen nach - beschlossen ist aber noch nichts. Im Moment ist die Straße lediglich als "Option" vorgesehen. Die Anwohner des Hogenkamps im Osten des Kasernengebietes befürchten, dass der einzige Zugang auch weiterhin über die Straße An der Raa führen wird - direkt an ihrem Wohngebiet vorbei. Denn im Westen kämpft die Bürgerinitiative Bieneh seit Jahren für den Erhalt der Naherholungsgebiete am Eggerstedter Weg und gegen die Kasernenstraße. Die Aktivisten aus dem Hogenkamp haben Verständnis für das Engagement der Bieneh. "Die Last muss aber dennoch auf mehrere Schulter verteilt werden", so Schulze. Schenk fügt hinzu: "Es kann ja nicht sein, dass nur ein Teil der Bürger seine Ruhe will und die Bedürfnisse anderer Pinneberger ignoriert." Die Anwohner befürchten, dass der Hogenkamp nach der Fertigstellung des Kasernengeländes täglich von 800 zusätzlichen Fahrzeugen durchquert wird.

Die Initiatoren der Interessengemeinschaft betonen, für alle Anwohner des Hogenkamps zu sprechen. Joachim Hahn: "Wir sind nur die Spitze des Eisbergs - 80 Prozent der Menschen haben uns ihre Unterschriften gegeben." Ein erstes Schreiben an die Stadtverwaltung und die Parteien ist schon verschickt. Darin macht die IG Hogenkamp ihren Standpunkt klar. Betont sachlich, darauf legen alle Beteiligten wert. Hahn sagt: "Für mich gibt es eigentlich keine Gründe gegen den Bau." Auch die knappen Kassen der Kommune seien kein Argument. "Wenn der gesamte Verkehr über die Straßen im Osten läuft, werden hier bald enorme Sanierungskosten fällig", führt Hahn aus. Gerade der Hogenkamp sei nicht auf einen solchen Ansturm von Fahrzeugen vorbereitet, der Bodenbelag jetzt schon in einem schlechten Zustand.

Hahn ist sich sicher: "Wenn die Kasernenstraße nicht kommt, ist es hier mit der Idylle vorbei. Dann können die Kinder nur noch nachts auf der Straße spielen".

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