Schulsozialarbeit in Pinneberg : Sie bauen Ängste ab und helfen bei Konflikten

Beim Fasching im Geschwister-Scholl-Haus: Die Schulsozialarbeiterinnen Astrid Stempfle (von links), Silvia Wallhead, Judith Gulla, Irada Rustamova, Claudia Krull, Regine Fiedler und Kerstin Kleinworth.
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Beim Fasching im Geschwister-Scholl-Haus: Die Schulsozialarbeiterinnen Astrid Stempfle (v. l.), Silvia Wallhead, Judith Gulla, Irada Rustamova, Claudia Krull, Regine Fiedler und Kerstin Kleinworth.

An den Pinneberger Grundschulen gibt es seit fünf Jahren Schulsozialarbeit. Über den Verbund Pinneberg sind sie organisiert und haben gerade eine Faschingsparty veranstaltet.

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01. März 2017, 12:00 Uhr

Pinneberg | Mehr als 100 Grundschulkinder haben diese Woche im Geschwister-Scholl-Haus (GSH) in Pinneberg Fasching gefeiert. Organisiert wurde die Veranstaltung zum zweiten Mal von den Schulsozialarbeiterinnen der Grundschulen. Die hatten auch etwas zu feiern und zwar fünf Jahre Schulsozialarbeit.

Mit der Faschingsparty sind die Organisatoren zufrieden. „Es waren mehr Kinder da, als noch 2016“, sagt Raimund Bohmann. Der Pineberger Stadtjugendpfleger kümmert sich gemeinsam mit GSH-Leiter Jens Schmidt um den Verbund Pinneberg. Bohmann koordiniert außerdem die Schulsozialarbeit in der Kreisstadt. Die Stunden für sein Team bemessen sich unter anderem an der Schulgröße. Die Helene-Lange-Schule hat pro Woche 29 Stunden, die Grundschule in Waldenau nur neun.

Vermittlungsstelle zwischen Schule und Jugendhilfe

Die Schulsozialarbeit in Grundschulen bedürfe einer anderen Herangehensweise als in den weiterführenden Lehranstalten. „Es geht dabei mehr um verdeckte Kommunikation und spielerische Herangehensweisen. Und genau das ist planungs- und zeitintensiv“, erklärt Bohmann. Durch die begrenzte Stundenzahl seien auch die Möglichkeiten der Schulsozialarbeit eingeschränkt. „Aber ich bin froh, dass wir mittlerweile alle Grundschulen abdecken“, sagt Bohmann. Seit 2012 geht es den Schulsozialarbeiterinnen der Grundschulen in Pinneberg darum, Ängste abzubauen und den Kindern Angebote wie denen im GSH zu vermitteln. Aber auch Elternarbeit, Prävention und Intervention bei Krisen und Konflikten sowie Beratung gehören zu ihrem Job. Nicht zuletzt sind die Schulsozialarbeiterinnen Vermittlungsstelle zwischen Schule und Jugendhilfe.

Noch wichtiger als den Ausbau der Arbeit an den Grundschulen erachtet Bohmann im Moment ein anderes Projekt: Seit 2016 gibt es zwei halbe Stellen für Schulsozialarbeit an der Theodor-Heuss-Schule und der Johannes-Brahms-Schule. „Wir möchten das Angebot an den Gymnasien gern verstetigen und werden uns dafür einsetzen“, gibt Bohmann einen Ausblick. Dort sei die Arbeit so wichtig, weil es immer mehr Schüler an den Gymnasien gebe und die Mädchen und Jungen gerade in der fünften und sechsten Klasse entlastet werden müssten. Manche müssten nochmal die Schule wechseln oder kämen nach der Grundschule noch nicht mit dem neuen Pensum zurecht.

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