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Bürgermeisterwahl in Uetersen : Showdown folgt in zwei Wochen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Urnengang bringt keine absolute Mehrheit und führt zur Stichwahl zwischen Andrea Hansen und Andreas Faust.

shz.de von
erstellt am 21.Sep.2014 | 19:15 Uhr

Uetersen | Es war ein ruhiger Wahlabend gestern in Uetersen. Gegen 18.30 Uhr trudelten die ersten Ergebnisse der Bürgermeisterwahl ein. Am Ende  stand  zwar das Ergebnis –  aber kein   neuer Bürgermeister fest. Am  Sonntag, 5. Oktober, wird es zur  Stichwahl zwischen den beiden im Vorfeld als Favoriten gesehenen Kandidaten kommen.  Amtsinhaberin Andrea Hansen (SPD) wird gegen Andreas Faust (CDU) erneut antreten. Hansen konnte am Ende 2699 Stimmen (48,58 Prozent) für sich gewinnen, Faust bekam 2177Stimmen (39,18 Prozent), Bernd Möbius 591Stimmen  (10,64 Prozent) und Steffen Peter 89Stimmen (1,60 Prozent).

Überhaupt war von Anfang an wenig Aufregung zu bemerken vor dem Ratssaal. Es schien, als hätten die meisten mit diesem Ergebnis gerechnet. Auch das Interesse der Bürger an der Bürgermeisterwahl war verhalten. Die Wahlbeteiligung lag bei  lediglich 38,2 Prozent. Vor sechs Jahren hatten sich 44,46 Prozent beteiligt. Statt Power-Point-Präsentationen wurden die Zahlen auf die alte Art an eine Pinnwand geheftet, vor der sich die Politiker und Interessierten drängelten – das Zahlenmaterial sei nicht groß genug, um allzu großen technischen Aufwand zu betreiben,  hieß es von Wahlleiter Lars Mumme.

Die Kandidaten hatten das Ergebnis ebenfalls erwartet und bereits vorher mit einer Stichwahl gerechnet, lediglich der deutliche Vorsprung  von Amtsinhaberin Andrea Hansen überraschte die Beobachter im Rathaus. Die war dementsprechend glücklich über das Resultat. „Ich freue mich, dass ich gute Aussichten habe, meine Arbeit weiterzuführen“, sagte Hansen. Nun gelte es, noch einmal zwei Wochen lang alle Kräfte zu mobilisieren, erklärte die Bürgermeisterin. Sie war für alle Beobachter die Siegerin und bekam  nach der Verkündung des Endergebnisses reichlich Umarmungen und Blumen.

Hansen hofft, dass sie am 5.Oktober wieder einen klaren Vorsprung hat. Dann ist nur noch CDU-Kandidat Andreas Faust ihr Kontrahent. Der lag gestern zwar deutlich zurück, war aber froh, „dass ich die Stichwahl erreicht habe“. Faust sieht noch Chancen, in den kommenden zwei Wochen das Ruder herumzureißen. Er hofft, dass seine Fachkompetenz die Wähler überzeugt. Mit engagiertem Wahlkampf will er die zahlreichen Nichtwähler an die Urnen locken und auch die Stimmen bekommen, die diesmal Möbius erhielt. Der war sichtlich zufrieden mit seinem Resultat. „Ein zweistelliges Ergebnis ist für mich ein riesiger Erfolg“, betonte er.  Viel wichtiger für ihn: Dank seiner Kandidatur sei es ihm gelungen, zahlreiche interessante Kontakte zu knüpfen und spannende Gespräche zu führen. Die Erfahrungen könne er für seine  künftige Arbeit im Uetersener Rat nutzen. Der  parteilose Kandidat ist seit dieser Wahlperiode für die Grünen Mitglied des Stadtrats.

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