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Ilo-Gelände in Pinneberg : Seniorenbeirat fordert mindestens 25 Prozent altersgerechte Wohnungen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Seniorenbeirat hat im Ausschuss für Stadtentwicklung den Antrag gestellt, dass von den geplanten 330 Wohneinheiten auf dem Ilo-Gelände ein Anteil von mindestens 25 Prozent in barrierefreier Ausführung gebaut wird.

Pinneberg | Demografischer Wandel: Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Im Jahr 1950 war jeder zehnte Einwohner mindestens 65 Jahre alt, heute ist es jeder Fünfte und bis 2060 könnte es jeder Dritte sein. Von etwa 41.000 Einwohnern in Pinneberg sind laut Statistik 11.000 Senioren. Fest steht auch: Die meisten Älteren wollen in der vertrauten Wohnumgebung bleiben – auch, wenn sie auf Hilfe und Pflege angewiesen sind. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, braucht es mehr barrierefreie Wohnungen.

Deswegen stellt der Pinneberger Seniorenbeirat heute im Ausschuss für Stadtentwicklung den Antrag, dass von den geplanten 330 Wohneinheiten auf dem Ilo-Gelände ein Anteil von mindestens 25 Prozent in barrierefreier Ausführung gebaut wird. Der Seniorenbeirat hat darüber bereits in einer Sitzung einstimmig abgestimmt.

Pinnebergs Politiker hatten grünes Licht für die Entwicklung des an der Bahn gelegenen Ilo-Geländes gegeben. Unter dem Namen Mühlenauquartier entsteht dort Wohnbebauung. Im nördlichen Bereich des Plangebiets sollen Firmen angesiedelt werden. Der Hamburger Investor Matrix konnte für das Riesen-Projekt gewonnen werden. Wichtig ist es der Politik, dass ein Fünftel der insgesamt 330 Wohnungen öffentlich gefördert wird.

„Der Bedarf an bezahlbaren und altersgerechten Wohnungen steigt stetig und darf bei stadtplanerischen Entscheidungen nicht übersehen werden“, begründet Claus Dieter Westphal, Vorsitzender des Seniorenbeirats, diesen Antrag. „Es muss in die Rahmenbedingungen nicht nur hineingeschrieben werden, wie hoch der Anteil des öffentlich geförderten Wohnraums ist, sondern auch, welcher Anteil altersgerecht ist“, erläutert Westphal. Das müsse man dem Investor vorschreiben, wenn er nicht allein darauf käme.

Die Lage des Mühlenauquartiers halte Westphal für Pinnebergs Senioren geradezu für ideal. Er nennt vier Punkte: „Es gibt eine Lage zur Mühlenau hin. Am Wasser zu wohnen, macht Spaß. Man ist dicht bei Bahn und Bus. Und drittens ist das Einkaufszentrum Quellental gut zu Fuß zu erreichen“, zählt Westphal auf. Dort gebe es die wichtigsten Versorgungsangebote. Außerdem sollen auf dem hinteren Teil Gewerbebauten angesiedelt werden. „Sie bieten einen Lärmschutz für den Wohnraum. Das ist optimal“, sagt Westphal.

Mit seinen Vorschlägen war der Seniorenbeirat bereits im Zuge der Entwicklung des Kreishausgeländes erfolgreich. Dort entstehen etwa 140 Wohneinheiten. „Ein angemessener Teil davon seniorengerecht“, betont Westphal. Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung treffen sich heute um 18.30 Uhr im Pinneberger Rathaus. Die Sitzung ist öffentlich.

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