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Neue Kindertagesstätte : Senfkörner feiern Einweihung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Kindertagesstätte in Thesdorf ist eröffnet. Bis dahin war es ein langer dornenreicher Weg.

Pinneberg | Die Kleinen waren längst da und machten sich überall fröhlich tobend bemerkbar, als Propst Thomas Drope das Jesuswort zitierte: „Lasset die Kinder zu mir kommen.“ Seine Zuhörer waren allerdings die Erwachsenen: Eltern, Pastoren, Politiker und natürlich das Betreuerteam der „Senfkörner“. Alle feierten die Einweihung der neuen evangelischen Kindertagesstätte in Thesdorf, Horn 17. Vielen war dankbare Erleichterung anzusehen, denn hinter ihnen lag ein dornenreicher Weg.

„Rasen betreten ist heute erlaubt“, ermunterte Pastorin Silke Breuninger die Gäste. Wo vor kurzem Bauplatz war, sah das Grün allerdings zart und schutzbedürftig aus. Es wird sich von dieser ersten großen Belastungsprobe sicherlich erholen.

Das Kitaprojekt sei in den vergangenen Jahren mit viel größeren Widrigkeiten fertig geworden, erinnerte Breuninger. Manchmal hätte man den Mut verlieren können. Aber eine evangelische Gemeinde ohne das Angebot einer christlichen Kindertagesstätte sei für sie unvorstellbar, machte die Pastorin klar, die sich jahrelang mit unbeirrbarer Zähigkeit für den Erhalt der Kita eingesetzt hat.

Am Anfang habe man noch gehofft, das alte Bauwerk aus den 70er Jahren sanieren zu können, erinnerte Breuninger ihre Zuhörer, aber das Gemäuer habe sich als zu marode erwiesen. Dem Neubau aber standen große Finanzierungsungewissheiten im Wege. Vieler oft schwieriger Verhandlungen mit Stadt, Kreis, Land und auch mit kirchlichen Instanzen habe es bedurft, bis sich ein realisierbares Konzept abzeichnete.

Dann sei plötzlich größte Eile angesagt gewesen, um die von den Behörden gesetzten Fristen für die Zuschüsse nicht zu gefährden. Breuningers besonderer Dank galt denn auch dem Architekturbüro Hastenteufel sowie den am Bau beteiligten Firmen, die alle unter größtem Zeitdruck standen, um den Auftrag termingerecht zu vollenden. Auch Bürgermeisterin Urte Steinberg erinnerte in ihrem Grußwort an die Hindernisse, die erst aus dem Weg geräumt werden mussten, ehe der Kitaneubau beginnen konnte. An diesem sonnigen Frühlingstag aber war die Mühe vergessen. Die Kinder feierten besonders kreativ. In einer Dreiradkolonne probierten sie die Rennqualität der Wege aus, an einem kleinen Abhang inszenierten sie ein Wett-Runterrollen, bei Otto, dem Gaukler, gingen sie in die Zauberlehre.

Aber sie versammelten sich auch ganz ernsthaft, um einen Baum zu pflanzen, eine Linde, die an einen anderen mühseligen Anfang erinnert: Sie war eine Gabe der Nordkirchen-Gründungssynode, kam als kleines Pflänzchen in der Christuskirche an, das eingetopft in Pastorin Breuningers Obhut blieb, bis sie jetzt im Kitagrund endgültige Wurzeln schlagen kann.

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