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„Engel“ für junge Familien gesucht : Seit zwölf Jahren Unterstützung für junge Eltern

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Organisation „Wellcome“ unterstützt Mütter und Väter nach der Geburt eines Kindes.

von
erstellt am 20.Dez.2016 | 14:15 Uhr

Pinneberg | Weihnachten, das ist die Zeit der Engel. Doch es müssen nicht immer himmlische Boten sein, die helfen. Andrea Sörensen, Koordinatorin des Projekts „Wellcome“, sucht ebenfalls „Engel“ für ihr Projekt, sprich freiwillige Helfer. „Die Nachfrage nach ‚Wellcome‘-Unterstützung für Familien im Kreis wächst stetig. Damit der steigende Bedarf weiter gedeckt werden kann, ist das bestehende Team auf der Suche nach Verstärkung und freut sich über neue interessierte Ehrenamtliche“, sagt sie.

Als bundesweit agierendes Sozialunternehmen entwickelt „Wellcome“ Angebote für Familien  und möchte Eltern damit ermutigen, sich auf das Abenteuer Familie einzulassen. Das Kern-Angebot ist die „Praktische Hilfe nach der Geburt“ – eine mehrfach ausgezeichnete soziale Innovation, die 2002 von Rose Volz-Schmidt in Hamburg gegründet wurde. Darin verbinden sich bürgerschaftliches Engagement und professionelle Hilfesysteme. In Pinneberg gibt es die Aktion seit zwölf Jahren. Mittlerweile gibt es in Deutschland 250Standorte. Bundesweit wurden 2014 fast 100.000 Stunden ehrenamtliche Zeit  geschenkt. Woher kommt der Name? „Wellcome“ ist ein Kofferwort aus den englischen Begriffen „Welcome“ (Willkommen) und „Wellness“ (Wohlbefinden).

Darum geht es: Trotz aller Freude über den ersehnten Nachwuchs seien die ersten Monate nach der Geburt für junge Familien ganz schön herausfordernd. Immer mehr Familien hätten in dieser turbulenten Zeit keine oder zu wenig Unterstützung von der eigenen Familie, Freunden oder Nachbarn. „Da sind die ‚Wellcome‘-Ehrenamtlichen oft die rettenden Engel“, betont Sörensen.

Die freiwilligen Helfer müssten ein bisschen Zeit mitbringen und Verständnis für die Situation der Familien haben. Ein- bis zweimal maximal in der Woche sind sie gefordert. „Man sollte Lust haben, ins Alltagsleben der Familien einzusteigen“, führt Sörensen aus. „Wellcome“-Ehrenamtliche unterstützen ganz praktisch im Alltag. Weitere Aufgaben: Sie gehen mit dem Baby spazieren, damit die Mutter Schlaf nachholen kann, begleiten Mütter von Zwillingen zu Arztbesuchen oder spielen mit den Geschwisterkindern. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite oder hören einfach zu. „Je nach Bedarf der Familien und den Möglichkeiten der Ehrenamtlichen bleiben sie im Durchschnitt einige Monate in den Familien“, erläutert Sörensen.

Ihr Helferpool kommt aus allen Altersstufen und können unterschiedliche Berufe vorweisen. Die Älteste ist 75 Jahre alt, die Jüngste Anfang 20. Eine Ärztin und eine Pädagogin gehören ebenfalls zum Team. Für den Service berechnet „Wellcome“ eine einmalige Vermittlungsgebühr von zehn Euro und weitere fünf Euro pro Stunde. Die Koordinatorin macht aber klar: „Wenn Eltern sich das nicht leisten können, finden wir immer einen Weg.“ Oft entstehen Freundschaften: „Eine Ehrenamtliche ist Patentante geworden“, sagt Sörensen, die jetzt auf viele Bewerbungen hofft.

Übrigens: Nicht nur das Projekt „Wellcome“ sucht freiwillige Helfer, sondern auch die Aktion „Hand in Hand“, die sich an jene richtet, die bereits während der Schwangerschaft oder über das erste Jahr hinaus Hilfe benötigen. Interessierte melden sich bei Sörensen unter der Telefonnummer 04101-8450156 oder per E-Mail.
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