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Festwoche : Seit 60 Jahren Freundschaft quer über den Atlantik

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Sechs Jahrzehnte Städtepartnerschaft zwischen Pinneberg und dem amerikanischen Rockville sollen gefeiert werden.

von
erstellt am 19.Mai.2017 | 00:00 Uhr

Pinneberg | Auf dem Umschlag der prachtvollen Festschrift (Auflage 500 Exemplare) prangen die Buchstaben DAGRP: die Abkürzung für Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Rockville – Pinneberg. Hell coloriert, mit fließendem Farbverlauf, „sodass das Schriftbild nicht sofort erkennbar ist“, wie der Maler, Grafiker und Bildhauer Detlef Allenberg gestern während eines Pressetermins im Rockville-Zimmer des Rathauses erläuterte. Ihm oblag es, das Cover der Hochglanz-Festschrift zu gestalten. Ein Jahr lang hat DAGRP–Sprecher Herbert Hoffmann Texte geschrieben und Bilder für die Broschüre zusammengestellt, die die Ereignisse der vergangenen zehn Jahre der Partnerschaft abbilden – zum 50-jährigen Bestehen gab es bereits eine Chronik.

Nicht kleckern, sondern klotzen: Die Gründung der Städtepartnerschaft Pinneberg – Rockville vor 60 Jahren soll gebührend gefeiert werden. Daran ließen gestern die DAGRP-Mitglieder – Hoffmann, Felicitas Lorenz, Birgit Drechsler und Margrit Ziegler – keinen Zweifel. Über Pfingsten besucht eine 28-köpfige Delegation aus den USA die Kreisstadt – darunter auch Rockvilles Bürgermeisterin Bridget Donnell Newton. Sie werden in Gastfamilien untergebracht.

Am Mittwoch, 31. Mai, kommt die Delegation in Hamburg an, für Dienstag, 6. Juni, ist die Abreise geplant. Dazwischen erwartet die lieben Gäste aus den USA ein proppevoller Terminkalender. Auch die Stadt Pinneberg ist mit dabei. So hat Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos), die selbst Mitglied der Gesellschaft ist, drei junge Auszubildende auserkoren, die für die Infomappen und Notfallkarten verantwortlich zeichnen und den Gästen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

„Es wird ein ganz besonderes Pfingsten. Gekrönt durch die Gäste aus Rockville“, sagte Steinberg. 2013 sei sie selbst dort gewesen. „Da habe ich die Begeisterung selbst wahrgenommen, die sich auch jetzt zeigen wird.“

Durch die Partnerschaft sind tiefe Freundschaften entstanden

„Es ist eine tiefe Freundschaft entstanden. Menschen, die Rockville bereits verlassen haben, halten noch Kontakt“, sagte Hoffmann. Wie beispielsweise Rotraud Bockstahler, die in Florida lebt und deutsche Wurzeln hat. „Sie war tief berührt über die Chronik“, sagte Hoffmann. Er ist überzeugt: Pinneberg werde ein guter Gesellschafter sein.

Highlight – außer Ausflügen nach Hamburg, Lübeck und Schwerin – in der Festwoche ist der offizielle Akt am Freitag, 2. Juni, im Sitzungstrakt des Pinneberger Rathauses. Beginn ist um 17 Uhr. Eingeladen sind unter anderem Repräsentanten des Landes Schleswig-Holstein, sowie der Generalkonsul der USA in Hamburg, Richard Yoneoka. 180 Gäste werden erwartet, Matthias Schlechter wird den Abend musikalisch begleiten. Einen Tag später sind die Gäste zu den Drostei-Festivitäten zum 250-jährigen Bestehen eingeladen. Beginn ist um 18 Uhr.

Zwar sind die beiden Veranstaltungen nur für geladene Gäste, aber die Pinneberger Bürger können am Freitag, 2. Juni, ab 12 Uhr bei der Enthüllung zweier Stifterbänke durch beide Bürgermeisterinnen im Rosengarten dabei sein. Auch am ökumenischen Gottesdienst am Montag, 5. Juni, ab 10.30 Uhr nehmen die amerikanischen Gäste teil.

Diese freuen sich schon auf den Herbst. Der Gegenbesuch der Pinneberger in Rockville soll vom 2. bis zum 8. Oktober stattfinden. In Rockville laufen die Planungen bereits dafür. Dann möchte man sich revanchieren.
 

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