zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 07:03 Uhr

Hasloh : Seit 50 Jahren Gymnastiklehrerin

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ehrung der Kursleiterin Elke Steiner. TuS Hasloh-Vorstand Manfred Maier begab sich auf Spurensuche.

von
erstellt am 05.Feb.2015 | 17:00 Uhr

Hasloh | „Es handelt sich bei der Damen-Gymnastik-Gruppe offenbar um eine verschworene Gemeinschaft, die still ihren Sport betreibt, ohne große Wünsche an den Verein zu stellen“, fasste Manfred Maier, TuS-Vorsitzender, am Ende seiner Laudatio zusammen. Zu Ehren von Elke Steiner, die seit 50 Jahren diese Gruppe leitet, hatte Maier die Sportlerinnen zum Essen eingeladen.

Auf der Suche nach den Spuren, die Steiner, geborene Börstling, in ihrer Tätigkeit als Leiterin hinterlassen hatte, fand er nur wenige Einträge in den Protokollen der Vorstands- Hauptausschuss- und Mitgliederversammlungen des Vereins. So wird etwa 1965 lediglich vermeldet, dass „sich auch eine Gymnastik-Gruppe der Damen unter Leitung der Lehrerin Fräulein Elke Börstling zusammengefunden hat.“ Die Gruppe sei gut angelaufen und habe derzeit 35 Mitglieder.

„Ich hatte damals gerade meine Arbeit als Sportlehrerin an der Peter-Lunding-Schule begonnen, als zwei Damen auf mich zukamen und fragten, ob ich nicht eine Gymnastik-Gruppe gründen wolle“, berichtet Steiner.

Ein Jahr lang übten die Frauen ohne offiziell organisiert zu sein, dann traten sie dem TuS Hasloh bei. „Mir war anfangs nicht bewusst, dass Haftung und Versicherungen geklärt sein müssen“, so die 78-Jährige im Rückblick.

Seitdem trainieren die Damen jeden Mittwoch von 20 Uhr bis 21 Uhr. „Es ist schon verblüffend, dass über die 50 Jahre keine andere Sparte versuchte, diese Übungszeit auch nur anzutasten“, hob Maier in seiner Rede hervor.

„Der Sport tut gut und auch die Gemeinschaft“, sagt Steiner, die immerhin noch vier Gründungsmitglieder zu den aktiven Mitstreiterinnen zählt: Gerda Buhr, Ursel Hohnejäger, Gisela Stoldte und Ulla Voss.

Den größten Ansturm erlebte die Gruppe in den 70er-Jahren, als sie mit 70 Frauen die größte Sparte des Vereins bildete. „Das Konzept der Körperschule ist gleich geblieben“, sagt Steiner. Damals wie heute gelte es, innerhalb der Übungsstunde jeden Muskel mindestens einmal zu bewegen.

„Erst aufwärmen, dann Übungen und zum Abschluss eine Übung mit Gerät“, beschreibt Steiner den Ablauf des Trainings. Häufig würde mit einem Partner zusammen geübt und nach den Übungen kräftig gegenseitig massiert. „Es muss immer eine Abwechslung von Spannung und Entspannung, von Bewegung und Gegenbewegung sein“, erklärt Steiner.

1997 kürte die Gemeinde Steiner zur „Sportlerin des Jahres“, ein Jahr später beendete sie ihre Tätigkeit als Lehrerin an der Hasloher Grundschule. 2005 nahm Steiner das höchste Leistungsabzeichen des Sportverbands aus den Händen von Heide Simonis entgegen.

Maier dankte der rüstigen Leiterin und betonte, dass diese Sparte sehr unauffällig sei und kaum Kosten verursache. „Es wurde zwar irgendwann ein Stundengeld festgesetzt, doch ausbezahlt wurde es nie“, so Maier. Anders gesagt: Steiner übt ihre Tätigkeit ehrenamtlich und mit viel Freude aus.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen