DRK-Begegnungsstätte und Tagespflege Rellingen : Seit 20 Jahren „gern alt werden“

Stellvertretender Landrat  Manfred Kannenbäumer (CDU) überreicht den Einrichtungsleiterinnen Nicole Giese (v. l.) und Petra Grimpe eine Ehrenurkunde. Marianne Stock (v. r.) und Anja Radtke gratulieren mit Blumen.
Stellvertretender Landrat Manfred Kannenbäumer (CDU) überreicht den Einrichtungsleiterinnen Nicole Giese (v. l.) und Petra Grimpe eine Ehrenurkunde. Marianne Stock (v. r.) und Anja Radtke gratulieren mit Blumen.

Festakt mit stellvertretendem Landrat in der DRK-Begegnungsstätte und Tagespflege Rellingen. „Wichtiger Beitrag für die Gesellschaft“.

shz.de von
02. Juli 2015, 15:30 Uhr

Rellingen | Die Leiterin der DRK-Tagespflege Petra Grimpe und Leiterin der DRK-Begegnungsstätte Nicole Giese fungierten „als Rotkäppchen“ und versorgten ihre Gäste mit Lindt-Leckereien. Zuvor durften die 50 geladenen Ehrengäste aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Kultur und Deutsches-Roten-Kreuz einen mit Luftballons geschmückten Eingang queren, um sodann mit einem Glas Sekt anzustoßen. Das 20-jährige Bestehen des DRK-Begegnungsstätte und -Tagespflege Rellingen wurde feierlich mit zahlreichen Reden und Live-Musik begangen.

Der Vorsitzende des DRK-Kreisverbands Pinneberg, Wolfgang Krohn, lobte das „ausgewogene Angebot“ der Einrichtung. Er kam besonders auf den beim DRK-Rellingen bewährten Badenachmittag zu sprechen. Mit einem Augenzwinkern erinnerte er dabei an seine eigene Vergangenheit. „14 Personen meiner Familie haben immer sonnabends gebadet und sich eine Badewanne geteilt“, berichtet Krohn von ungemütlicheren Zeiten.

Giese und Grimpe erinnerten abwechselnd – mit Zeitungsartikeln und Fotos – an die erfolgreiche Entwicklung der Einrichtung. Die ersten Presseartikel berichteten am 20. November 1995 offiziell mit den Überschriften „Es ist eine Freude hier alt zu werden“ und „Ein Treffpunkt mit Modellcharakter“.

Die Entwicklung und Eröffnung der Begegnungsstätte war das Ergebnis langer Beratungen, die 1991 im Seniorenbeirat ihren Anfang nahmen. Die Initiative dazu ging von der damals stellvertretenden Vorsitzenden des Kulturausschusses Marianne Stock aus. „Wir haben Ihnen, liebe Frau Stock, viel zu verdanken“, lobte Giese. Zeitgleich entstand die Idee, in der oberen Etage eine Tagespflege einzurichten.

Zum Erfolg der Mitarbeiter der Einrichtung tragen auch die Ehrenamtlichen bei, die zur ersten Stunde dabei waren. Die Zeit überdauert haben einige Angebote. Dazu gehören: Malgruppe, Sitzgymnastik, Handarbeitsgruppe, Gedächtnistraining, Bade- und Kaffeenachmittag, Freundeskreis und plattdeutsche Lesungen.

51 Ehrenamtliche und fünf Honorarkräfte arbeiten aktuell in der Begegnungsstätte mit. „Ohne ihr Engagement wäre ein solches Programm nicht möglich“, dankte Giese. Ebenso dankte Grimpe für die Hilfe von Ehrenamtlichen beispielsweise bei Spaziergängen.

Bereits seit 20 Jahren gibt es den Fahrdienst für die Senioren. Vom Angebot profitieren Menschen mit Demenz, weil sie die vertrauten Mitarbeiter erkennen. Das Haus hat eine Reihe von Kooperationspartnern.

Wichtige Ansprechpartner sind Kerstin Kreuzhage von der Kirchengemeinde sowie die Gleichstellungsbeauftragte Dorathea Beckmann. Mit der Rede des stellvertretenden Landrats Manfred Kannenbäumer (CDU) endete der offizielle Teil der Veranstaltung. Er dankte den Mitarbeitern dafür, die Vereinsamung älterer Menschen in den eigenen vier Wänden zu verhindern. „Wir müssen zum Wohl unserer Mitmenschen weiterhin alle an einem Strang ziehen“, so sein Appell.

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