Sechs Bands trotzen dem Sturm

Punk und Easy-Core: Die Truppe „Talk, Shit & Die“ präsentierte den Besuchern am Stichhafen fetzige Rhythmen.
Punk und Easy-Core: Die Truppe „Talk, Shit & Die“ präsentierte den Besuchern am Stichhafen fetzige Rhythmen.

Unwetter sorgt für erschwerte Bedingungen beim sechsten Deichpiratenfestival / Erlös fließt an das Kinderkrebszentrum Hamburg

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08. Juli 2014, 16:00 Uhr

Zum Startschuss herrschten noch Sommerschwüle und laue Lüfte. Doch als am späten Nachmittag die zweite Band auf die Bühne trat, brach ein Unwetter los: Heftige Winde und ein Platzregen ließen die Besucher unter die Baldachine flüchten, und die Helfer mussten alle Kräfte aufwenden, damit die Unterstände nicht davonflogen. Das Deichpiratenfestival am Uetersener Stichhafen wurde zur Belastungsprobe für Besucher und Veranstalter. Organisator Ingo Frenzel: „So etwas haben wir noch nicht erlebt.“ Doch der Sturm legte sich zum frühen Abend, und die Veranstaltung geriet in ruhigeres Fahrwasser.

Es war bereits das sechste Mal, dass Frenzel mit seiner Ehefrau Sabine die Sause auf die Beine gestellt hatte. Live-Musik, Unterhaltung für die ganze Familie – das Programm ist ohne spektakuläre Höhepunkte gestrickt, zieht aber immer mehr Besucherströme an. Etwa 500 Menschen, so die Schätzung von Frenzel, kamen zum Areal an der Pinnau, um die Bands zu hören. Sechs Combos hatten sich angekündigt, es handelte es sich um Formationen aus der Region, die verschiedene musikalische Stilrichtungen präsentieren.

Auf der Bühne des Deichpiratenfestivals spielten die Reggae-Interpreten „Barfuß Ägypten“ und „Jon Kano“, die Rock-Formation „Static Operator“, die Coverband „Rock’n Roll Deputys“, die Punkrocker von „Cleansweep“ und die Easy-Core Truppe „Talk, Shit & Die“, allesamt aus Hamburg oder dem Kreis Pinneberg. Zur Freude der Zuhörer legten sich die Musiker von Anfang an kräftig ins Zeug und präsentierten auf der Lastwagenbühne eine bunte Mischung aus tanzbaren Rhythmen.

Das Besondere am Deichpiratenfestival ist, dass der Erlös jedes Mal für einen sozialen Zweck bestimmt ist. Wie im Vorjahr soll der Überschuss der Fördergemeinschaft des Kinderkrebszentrums Hamburg-Eppendorf zugute kommen. Der Obolus für eine Fahrt mit einem Steiger, der über dem Stichhafen in luftige Höhen gefahren wurde, floss ebenso in die Kasse wie die Einnahmen aus dem Verkauf der Lose für eine Tombola, deren Preise Betriebe und Privatpersonen gestiftet hatten.


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