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Hallenbad Pinneberg : Schwimmclub in Angst vorm Aus

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pinneberg in Finanznot: Die Diskussion um eine mögliche Schließung des Hallenbads sorgt bei 700 Mitgliedern des PSC für Aufregung.

Pinneberg | Anrufe in der Redaktion. Zuschriften. Online-Kommentare. Es kann keinen Zweifel mehr geben: Die mögliche Schließung des Hallenbads ist derzeit das Gesprächsthema in Pinneberg. Jetzt meldet sich auch der Pinneberger Schwimm Club (PSC) zu Wort. In dem Verein herrscht die bloße Existenzangst. Eine ganze Stadt zittert um ihr Schwimmbad.

Der 1973 gegründete PSC ist eine Sparte des SC Pinneberg. Die Abteilung zählt derzeit etwa 700 Mitglieder. „Unsere Aufgabe ist im wesentlichen die Schwimmausbildung“, so die Vereinsvorsitzende Elke Matthiessen. Zudem werde Aqua-Fitness angeboten. „In unseren Anfängergruppen mit 250 Kindern sind viele Jungen und Mädchen aktiv, die mit einem Gutschein des Vereins Pinnberger Kinder zu uns gekommen sind“, so Matthiessen weiter. Der genannte Verein hat sich zum Ziel gesetzt, allen Kindern in Pinneberg die Teilnahme an Schwimmkursen zu ermöglichen. „Dieses Engagement würde mit Füßen getreten, wenn jetzt eine Schließung des Hallenbades wahr würde“, sagt Matthiessen. Für sie steht zudem fest, dass eine Schließung des Bads zwangsläufig die Auflösung des PSC zur Folge haben würde. Zehn Übungsleiterinnen und eine Mitarbeiterin der Geschäftsstelle verlören ihren Job. Matthiessen appelliert: „Die Arbeit aller Pinneberger Vereine sollte von der Stadtverwaltung und der Politik mehr anerkannt werden. Sportstätten sollten als Notwendigkeit und nicht als Übel angesehen werden.“ Eine gut funktionierende Vereinslandschaft trage zum positiven Image der Stadt bei. Gewerbeunternehmen und somit Neubürger nach Pinneberg zu locken, das sei nur möglich, wenn das Gesamtbild stimme. Eine Bücherei, die Volkshochschule und ein Hallenbad seien unerlässlich.

Anlass der aktuellen Diskussion ist eine Giftliste der Stadtverwaltung, in der die Schließung des Hallenbads als Option genannt wird, den städtischen Haushalt zu entlasten. Das Bad macht jährlich 1,2 Millionen Euro Defizit. Eine nicht repräsentative Online-Umfrage auf www.pinneberger-tageblatt.de zeichnet ein recht klares Bild. Die Anzahl der Befürworter des Hallenbads pendelte sich bei 75 Prozent ein. Allerdings gibt es auch Mahner, die die finanziell desaströse Lage der Stadt durchaus als Rechtfertigung für eine Diskussion ums Bad anerkennen. Zudem werden Ausstattung und Erscheinungsbild des Pinneberger Hallenbads von einigen unserer Leser hinterfragt.

Kann sich Pinneberg das Hallenbad noch leisten?

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erstellt am 14.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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