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Pinneberger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 02:49 Uhr

Pinneberg : Schweinischer Traum eines Bankers

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neujahrsempfang der VR Bank: Vorstand hebt positive Effekte der Fusion mit der Volksbank Elmshorn hervor.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Uwe Augustin, Vorstandsmitglied der VR Bank Pinneberg, hat seltsame Träume, wenn er an die Fusion seines Kreditinstituts mit der Volksbank Elmshorn denkt. Zumindest, wenn man seiner Rede trauen darf, die er anlässlich des Neujahrsempfangs der Bank vor mehr als 450 Gästen im Pinneberger Raatssitzungssaal hielt. Die Hauptrolle in Augustins Traum: ein Schwein.

Das Schwein, so Augustin, habe ihm im Traum von dem Fusionsangebot einer Henne zur Produktion von Bacon and Eggs berichtet. Während das Huhn die Eier liefere, habe das Schwein den Schinken beizusteuern – was letztendlich bedeute, dass das Borstenvieh geschlachtet werde. "So ist das halt. Bei einer Fusion geht immer einer drauf", soll die Henne gesagt haben.

Der Zusammenschluss der beiden Volksbanken im Kreis Pinneberg sei mit der Fusion in seinem Traum nicht zu vergleichen, betonte Augustin. Es gebe weder Gewinner noch Verlierer. Zwei starke Partner täten sich zusammen. "Damit können wir unsere Kunden noch besser beraten. Wir haben zusammen mehr Eigenkapital, mehr Mitglieder, eine höhere Bilanzsumme, sichern und schaffen für unsere Mitarbeiter Arbeitsplätze und der Region einen starken und verlässlichen Partner in Gelddingen", erläuterte Augustin.

Dass das Geldgeschäft im vergangenen Jahr schwierig war, daran ließ Augustin keine Zweifel. "Geld zu sparen lohnt sich nicht recht. Der Zins ist so niedrig, dass er nicht einmal die Inflationsrate ausgleicht", sagte Augustin. Die Sparer verlören Milliardensummen. Etwas für das Alter zurückzulegen sei daher eine unsichere Perspektive. Nicht nur die Kunden litten unter dem Niedrigzins, auch die VR Bank sei betroffen. "Die Genossenschaftsbanken sind besonders abhängig vom Zinsgeschäft, das bei uns etwa 70 Prozent des Rohertrags ausmacht. Denn die Erträge aus Spekulationen sind in unserem auf Stabilität bedachten Geschäftsmodell nicht vorgesehen", sagte der Bankenchef.

Erfolgreiches Jahr: "Schwein gehabt"

Trotz des schwierigen Geschäftsumfelds kann die VR Bank Pinneberg auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. "Wir haben Schwein gehabt", so Augustin. Die Zahl der Mitglieder sei um 1076 auf 29.000 Genossen gewachsen. Das Kreditvolumen sei um sechs und die Einlagen um vier Prozent gestiegen. „Damit einhergehend erhöhte sich unsere Bilanzsumme um 5,6 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro“, bilanzierte Augustin und verkündete zur Freude der anwesenden Mitglieder, dass das Kreditinstitut eine Dividende in Höhe von voraussichtlich 6,5 Prozent ausschütten werde.

Investitionen von 20 Millionen Euro

Außer den Mitgliedern der VR Bank werde auch die Stadt Pinneberg von dem Erfolg des Kreditinstituts profitieren. 20 Millionen Euro wird die Bank – wie berichtet – in die Umgestaltung der Innenstadt investieren. "Wir werden auf unserem Grundstück etwas Neues schaffen, das die Stadt attraktiver macht", erläuterte Augustin. Geplant sei ein Parkhaus, Raum für großflächigen Einzelhandel und Büros. Ziel sei es, dass die Stadt „lebenswert bleibt, Kaufkraft nicht weiter abwandert und Kunden zu locken sowie zu halten".

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