zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

17. Dezember 2017 | 00:08 Uhr

„Schwächung des Ehrenamts“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Amtsvorsteher Walter Rißler warnt vor der Reform.

Amtsvorsteher Walter Rißler (CDU) wäre der Hauptbetroffene, wenn es tatsächlich zu einer Umstrukturierung und zu der Installierung eines Amtsdirektors kommt. Er wäre zwar weiter Amtsvorsteher, jedoch nicht mehr Chef der Verwaltung. Rißler selbst spricht sich jedoch nicht deswegen gegen die Reform aus. „Das wäre eine deutliche Schwächung des Ehrenamts“, so der Holmer Bürgermeister. Es könne nicht im Sinne der Gemeinden sein, bewährte Strukturen aufzubrechen und den Einfluss des Ehren- zu Gunsten des Hauptamts zu reduzieren.

Der stellvertretende Amtsvorsteher Hans-Peter Lütje (CDU) setzt sich zwar nicht ausdrücklich für die Reform ein, erklärt aber: „Wir müssen nach Wegen suchen, das Amt zu stärken.“ Nur dann könne gesichert werden, dass das Amt und damit auch der Einfluss der Gemeinden dauerhaft erhalten bleiben.

Zudem sei klar, dass dem Ehrenamt Grenzen gesetzt sind. Das könne sich besonders bei Verhandlungen auf Kreis- oder Landesebene negativ auswirken. Der Appener Politiker wünscht sich eine einvernehmliche Lösung aller Beteiligten. „Sonst kann von einer Stärkung des Amts keine Rede sein.“ Bei der Diskussion müssten zudem Inhalte und nicht Personen im Mittelpunkt stehen. An eine schnelle Einigung glaubt Rißler indes nicht. Er geht davon aus, dass sich die Diskussionen noch einige Zeit hinziehen werden und im nächsten Amtsausschuss am 8. Juli noch keine Entscheidung fallen wird, wohin die Reise geht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen