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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 08:52 Uhr

Schutz vor Überschwemmungen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Sanierung des Rathausvorplatzes Halstenbek: Neuer Regenwasser-Speicherblock kompensiert die Sturzbäche / Kosten: 50 000 Euro

von
erstellt am 31.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Ohne Kalender-Klischee geht es nicht. An der Wand des Baucontainers für die Einsatzstelle Rathausvorplatz in Halstenbek rekelt sich ein nackig-blonder „Flammenwerfer“. Doch die zehn männlichen Augenpaare plus eine weibliche Kollegin gönnen sich an diesem Morgen keine Ablenkung. Konzentriert blickt das Einsatzteam um Ingenieur Jens Thaysen, verantwortlich für die örtliche Bauüberwachung, auf die Baupläne. Zufrieden: Das Meisterstück ist perfekt gelungen. Als ein Puzzlestück der insgesamt 810 000 Euro teuren Maßnahme wurde der Regenwasser-Speicherblock – Fassungsvermögen: 100 Kubikmeter – eingebaut.

Von der aufwändigen Maßnahme ist künftig nichts mehr zu sehen. Die etwa 400 sogenannten Rigolen, auch Sikko-Boxen genannt, 80 mal 80 mal 66 Zentimeter große Speicherblöcke, werden wieder zugeschüttet – zugunsten der künftigen Verweil- und Flaniermeile in mediterraner Atmosphäre vor dem Rathaus. Thaysen und Frank Neubert, zuständig für Tiefbau-Maßnahmen im Halstenbeker Rathaus, erklären, warum an dieser Stelle der 16 mal elf Meter große Block eingebaut wurde: „Die Regenwasser-Mengen haben in den zurückliegenden Jahren zugenommen. Besonders der sogenannte Schlagregen sorgt dafür, dass die alte Kanalisation den Mengen nicht mehr gewachsen ist. Wir mussten alles neu berechnen. Mit Hilfe von Daten unter anderem des Deutschen Wetterdiensts.“

50 000 Euro stecken in dem neuen Abfluss-System, das den Halstenbeker Ortskern künftig vor Überflutungen bewahren soll. Es ist eine Genugtuung, die Thaysen zufrieden dreinschauen lässt. „Dass wir im Zeitplan sind, ist die zweite“, so der Experte.

Unwägbarkeiten, dass die Baggerführer bei Aushebungsarbeiten auf alte, tonnenschwere Betonbunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkriegs stoßen, gehören zum Alltagsgeschäft. Kein Problem: Für September ist die Einweihung geplant. Rechtzeitig zum Schützenfest.

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