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Pinneberger Tageblatt

22. August 2017 | 04:06 Uhr

Rellingen : Schutz der Baudenkmäler

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Rellinger Grünenfraktion setzt sich für „Erhalt Ortsbild prägender Häuser“ ein. Antrag im Fachausschuss.

Rellingen | Der Abriss des Fischhauses 2008, das Schleifen des 300 Jahre alten Reetdachhauses, in dem „Schmidts Weinstuben“ untergebracht waren, 2012: Konrad Wolff, Fraktionschef und Ratsmitglied der Rellinger Grünen, stimmt der Verlust von historischer Bausubstanz immer noch traurig. Daher stellt er im Namen seiner Partei für die Sitzung des Bauausschusses am Dienstag, 25. November, folgenden Antrag: „Erhalt kulturhistorisch wertvoller und das Ortsbild der Gemeinde Rellingen prägender alter Gebäude“.

Der Tagesordnungspunkt 9 liegt Wolff am Herzen. Die Bewahrung des architektonischen Erbes soll auch dem Rat mit einem Resolutionsentwurf zur Abstimmung vorgelegt werden: „Die Gemeindevertretung sieht in unserer reizvollen kulturhistorischen Bausubstanz eine Prägung des charakteristischen Ortsbildes und einen wesentlichen Standortfaktor für Rellingen in der Metropolregion. Sie spricht den Eigentümern und Nutzern der schönen alten Häuser Dank und Anerkennung aus für ihren oft aufwändigen Einsatz zur Pflege und Erhaltung der Gebäude. Sie setzt sich für die Bewahrung des historisch gewachsenen Ortsbildes ein und bittet alle Mitbürger um Unterstützung auf diesem Wege.“

Wolf will ab 19 Uhr im Rathaus kämpfen – für die in der Hauptstraße und Oberer Ehmschen noch „große Zahl attraktiver und kulturhistorisch wertvoller alter Häuser und Bauensembles, größtenteils aus der Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende“. Die meisten von ihnen seien in der zuletzt 2005 erstellten Denkmalsliste des Landes als „Einfache Kulturdenkmäler“ nach Paragraf 1 Denkmalschutzgesetz erfasst.

Aber: „Solche Einfachen Kulturdenkmäler erhalten weder einen gesetzlichen Schutz noch öffentliche Fördermittel zu ihrer Erhaltung“, betont Wolf. Der Politiker pocht auf den 2013 von den Grünen vorgelegten „Entwurf eines Altbaukatasters, mit dem Ziel, die aufgeführten Gebäude durch eine gemeindliche Erhaltungssatzung zu schützen“.

Die Erhaltungssatzung wurde vorerst abgelehnt: die uneingeschränkte Verfügungsgewalt über die Immobilie sollte nicht beschnitten werden. Trotzdem: Wolf hofft darauf, dass am morgigen Dienstag „positive Impulse zur Bewahrung des schönen Ortsbildes“ auf den Weg gebrach werden.

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erstellt am 15.Nov.2014 | 16:00 Uhr

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