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Pinneberg : Schulstraße bleibt bis März Baustelle

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Stress für die Anwohner geht weiter: Die Sicherung der Rohrgräben ist aufwändiger als geplant. 60.000 Euro Zusatzkosten werden voraussichtlich fällig.

Seit April wird an der Schulstraße gebaut. Die Stadtwerke installieren neue Gas-, Wasser-, Strom- und Fernwärmeleitungen. Auch leere Rohre für das Turbo-Internet wurden vorsorglich angebracht. All das bedeutet gesperrte Straßen und blockierte Parkplätze – jede Menge Stress für die Anwohner.

Im Dezember sollten die Bauarbeiten beendet sein, doch jetzt verkündeten die Stadtwerke die schlechte Nachricht: „Die Wiederherstellung der Oberflächen wird bis März 2014 dauern“, teilte Ingenieur Mathias Wiggers dieser Zeitung mit. Auch diesen Termin würden die Arbeiter nur einhalten können, wenn das Wetter mitspiele.

Der Grund für die Verzögerung: Während der Arbeiten erfuhren die Stadtwerke von Anwohnern, dass viele der Gebäude im Quartier keine Fundamente haben. Da für die Rohrleitungen die Straße direkt neben den Häusern aufgerissen wurde, musste die komplette Statik neu überdacht werden. Zusätzliche Sicherungsmaßnahmen waren erforderlich. „Ansonsten bröselt uns der Rohrgraben zusammen und das Haus fällt rein“, brachte Wiggers das Risiko drastisch auf den Punkt. Dass viele der altehrwürdigen Gebäude westlich der Schauenburgerstraße ohne Fundament direkt auf dem Erdboden errichtet wurden, sei den Stadtwerken vorher nicht bekannt gewesen. Wiggers: „Es handelt sich um Häuser, die schon lange in Privatbesitz sind. Bei öffentlichen Gebäuden wüssten wir Bescheid.“ Jetzt drohen Mehrkosten in Höhe von 60 000 Euro. Ursprünglich sollten die Maßnahmen eine Million Euro kosten. Die Stadtwerke wollen die Anwohner per Postwurfsendung über die Verzögerung informieren.

Für Geschäftsleute wie Martin Hebisch, dessen „Fisch-Kiste“ an der benachbarten Koppelstraße beheimatet ist, bringen die lang andauernden Bauarbeiten logistische Schwierigkeiten mit sich. Er verdient zudem weniger Geld. „Aktuell liegen die Umsatzeinbußen für uns bei etwa 40 Prozent“, so Hebisch.

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erstellt am 18.Okt.2013 | 12:00 Uhr

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