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Bönningstedt : Schulstart an der Gemeinschaftsschule

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen: 78 Jungen und Mädchen besuchen die fünften Klassen.

Bönningstedt | „Im Studium wurde mir beigebracht, den Schülern möglichst wenig aus meinem Privatleben zu erzählen“, begann Unterstufenkoordinatorin Regine Brandt ihre Rede zur Begrüßung der neuen Fünftklässler an der Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen. Nach einigen Jahren als Lehrerin habe sie jedoch bemerkt, dass Schüler und auch Eltern gerade dann aufmerksam zuhörten, wenn sie etwas über sich selbst erzähle. „Vergangenes Jahr bin ich zum ersten Mal einen Halbmarathon gelaufen“, berichtete Brandt. Die Zeit sei ihr dabei völlig egal gewesen – allein das Ankommen habe gezählt. „Liebe Schüler: Bitte nehmt euch die Zeit, hier anzukommen“, sagte Brandt und appellierte auch an die Eltern, den Kindern die Zeit zu geben, die sie bräuchten: „Und wenn das erst nach den Osterferien ist, dann ist das eben so.“

Rektorin Maike Hinrichsen stellte heraus, dass alle Schüler jetzt die Chance hätten, ganz von vorn anzufangen. „Meist sind es die Schüler, die unangenehm auffallen, deren Namen jeder als Erstes kennt. An die haltet euch lieber nicht“, sagte Hinrichsen. Stattdessen seien diejenigen die besseren Freund, die kameradschaftlich und freundlich seien.

Nachdem die drei Klassen mit jeweils 26 Jungen und Mädchen in ihre Klassenräume gezogen waren, richtete sich Hinrichsen an die Eltern. „Ihre Kinder haben 30 Unterrichtsstunden pro Woche“, berichtete sie. Die Schule sei gut ausgerüstet und mit einer ausreichenden Anzahl von Stellen versorgt.

Drei Stunden Sport in der Woche seien ebenso üblich wie zusätzliches Training für Schüler mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche. „Hier wird mit Kopf, Herz und Hand gelernt – wobei jedes Kind seine Stärken und Schwächen hat“, so Hinrichsen weiter. Auch sie nahm sich selbst als Beispiel: „Ich spiele recht gut Klavier, aber wenn ich ein Fahrrad flicken soll, komme ich an meine Grenzen.“

Hinrichsens Appell an die Eltern zielte auf die häusliche Lernumgebung und das Miteinander innerhalb der Familien ab: „Geben sie ihren Kindern Regeln und Strukturen, schaffen sie Rituale – und Zeit für mindestens eine gemeinsame Mahlzeit am Tag, das fördert die Kommunikation untereinander.“

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erstellt am 28.Aug.2014 | 16:30 Uhr

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