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Rellingen : Schulsozialarbeit im Blick der Wissenschaft

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schulsozialpädagogin untersucht das „Rahmenkonzept der Schulsozialarbeit der Gemeinde Rellingen für die Grund- und Gemeinschaftsschule Caspar-Voght-Schule sowie für die Grundschulen Erich Kästner Schule und Brüder-Grimm-Schule“ unter die Lupe.

Rellingen | Praxis und Theorie verschmelzen nicht immer. In diesem Fall funktioniert die Fusion. Die Schulsozialpädagogin an der Caspar-Voght-Schule, Silke Dewitz, hat im Zuge ihres Masterstudiums das „Rahmenkonzept der Schulsozialarbeit der Gemeinde Rellingen für die Grund- und Gemeinschaftsschule Caspar-Voght-Schule sowie für die Grundschulen Erich Kästner Schule und Brüder-Grimm-Schule“ erarbeitet. Während der morgigen Sitzung des Schulausschusses ab 20 Uhr im Rathaus, Hauptstraße 60, wird die Pädagogin das Ergebnis präsentieren.

Das Fazit vorab: Die Gemeinde ist gut aufgestellt. Drei neue Sozialpädagogen wurden 2014 eingestellt. Kosten: pro Jahr 159.000 Euro. 36.000 Euro stammen aus Bundes-, Landes- und Kreismitteln.

Dewitz fühlt sich und ihre Arbeit durch die Verantwortlichen bestätigt. Sie betont in ihrem Opus: „Schulsozialarbeit ist politisch gewollt.“ Die erste Stelle wurde am 1. Oktober 2007 für das Schulzentrum Egenbüttel – heute Caspar-Voght-Schule – mit einem Wochenumfang von 38,5 Stunden bewilligt. Seit dem 19. Oktober 2013 beträgt das wöchentliche Kontingent der Schulsozialarbeit 113,5 Stunden.“ Von 2011 bis 2013 sei Schulsozialarbeit auch über Bundesmittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) mitfinanziert worden, schreibt Dewitz weiter. „Rellingen erhielt 2013 erstmalig Landesmittel. Seit 2015 werden die bis 2013 befristeten Bundesmittel durch Mittel aus dem Finanzausgleichsgesetz ersetzt.“

In ihrer Sprache ist Dewitz ganz Wissenschaftlerin. Aber, sie kommt auf den Punkt, in dem sie sagt: „Schulsozialarbeit leistet eine wichtige Lotsenfunktion mit innerschulischen und außerschulischen Kooperationspartnern und ist damit unter anderem ein Baustein der Prävention im kreisweiten Jugendhilfesystem.“

Dewitz prophezeit eine lichte Zukunft

Ihre Hochschularbeit ist klar gegliedert. Da geht es um die „Historische Entwicklung der Schulsozialarbeit, um „Rahmenbedingungen“, um „Rechtliche Grundlagen“, „Träger und Finanzen“ sowie beim Punkt 4.3 um „Personal und Stellenumfang“. Dewitz prophezeit eine lichte Zukunft: „Die Anzahl der Kooperationspartner wird sich im kommenden Schuljahr erhöhen, da die Landesregierung mit der Einführung der Schulassistenz ein neues Unterstützungssystem in Schule integriert, von dem es sich fachlich abzugrenzen gilt.“

Auf mehr als 30 Seiten komprimiert Dewitz Praxiserfahrung und Wissenschaft. Im Mittelpunkt steht dabei stets das Ziel, „ein gesundes Heranreifen der Kinder und Jugendlichen, unter Berücksichtigung aller für diese Zielgruppe wichtigen Lebensfaktoren, zu ermöglichen.“

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erstellt am 16.Sep.2015 | 14:00 Uhr

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