Schulschließungen: Senator Rabe bietet Erzbistum Gespräche an

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22. Januar 2018, 12:15 Uhr

Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe (Foto, SPD) hat nach der Entscheidung der katholischen Kirche zur Schließung von acht Schulen in Hamburg dem Erzbistum weitere Gespräche angeboten. Zugleich beruhigte er Eltern. Hamburgs staatliche Schulen würden in den kommenden Anmelderunden die zusätzlich zu erwartenden Kinder aufnehmen, sagte Rabe gestern dem „Hamburger Abendblatt“. Der Senat stehe zu seiner Verantwortung gegenüber Kindern und Eltern sowie zu seiner Verantwortung für eine angemessene Privatschulfinanzierung.

Eine höhere finanzielle Unterstützung für die katholischen Schulen lehnte der Senator aber ab. „Hamburg kann nicht einen einzelnen Schulträger besser stellen als die anderen.“

Der Schulsenator brachte auch die Möglichkeit ins Spiel, dass andere private Träger einspringen könnten, um die Schulen zu retten. „Wenn es entsprechende Lösungsvorschläge gibt, werden wir das sehr konstruktiv begleiten.“ Mit dem Erzbischof habe er sich über die Lage ausgetauscht und weitere Gespräche auf Arbeitsebene vereinbart. Die katholische Kirche hatte vor wenigen Tagen bekanntgegeben, dass aufgrund der hohen Schulden des Erzbistums Hamburg acht von insgesamt 21 katholischen Schulen geschlossen werden. Eltern und Schüler demonstrierten gestern mit einer Andacht vor dem Mariendom gegen die geplanten Schließungen.

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