Schulranzenaktion feiert Jubiläum

Die fleißigen Helfer: Barbara Morlock (von links), Wolfram Gambke und Alexander Seroka.
Die fleißigen Helfer: Barbara Morlock (von links), Wolfram Gambke und Alexander Seroka.

Die Awo organisiert zum zehnten Mal die Aktion „Mein erster Schulranzen“ und ruft wieder zum Spenden auf

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03. Juli 2018, 17:54 Uhr

Die Kinderarmut steigt und die Preise ebenfalls. Ein neuer Ranzen von beliebten Marken kostet in der Komplettausrüstung um die 180 Euro. Ein Einstiegsmodell liegt bei 50 Euro und auch das kann sich nicht jede Familie erlauben. Die Kinder möchten bei der Einschulung nicht negativ herausstechen, nur weil sich ihre Eltern keinen richtigen Schulranzen leisten können. Deshalb profitieren viele Familien von der Aktion der Awo.

Jedes Jahr zaubert die Awo vielen Kindern aus dem Kreis Pinneberg ein Lächeln ins Gesicht und ermöglicht ihnen einen schönen Start in die Schulzeit. In Zusammenarbeit mit Schulen aus der Umgebung werden das ganze Jahr über gebrauchte Ranzen gesammelt und für den Obolus von einem Euro an Kinder aus sozialschwachen Familien verteilt. Dieses Jahr feiert das Projekt „Mein erster Schulranzen“ sein zehnjähriges Jubiläum. Projektleiter Wolfram Gambke, seine Helfer und die beteiligten Sozialkaufhäuser rufen wieder zum Spenden auf.

„Die Aktion wird im Kreis Pinneberg sehr gut aufgenommen. Wir sammeln jährlich um die 200 gebrauchte Schulranzen und können so vielen Kindern einen guten Start in die Schule ermöglichen. Das Projekt läuft sehr erfolgreich und wir hoffen, dieses Jahr die 250er Marke zu knacken,“ so Gamke. Er appelliert an alle, Engagement zu zeigen. Nur so könne man sozial schwachen Familien und vor allem den betroffenen Kindern unter die Arme greifen. Er möchte Familien dafür sensibilisieren, nicht mehr genutzte Ranzen zu spenden, anstatt sie wegzuwerfen oder zu Hause verstauben zu lassen.

Oft kämen auch spendende Kinder ins Sozialkaufhaus und dürfen den Helfern den Ranzen selbst übergeben. Das sei immer ein ganz besonderer Moment, denn die Kinder freuen sich, Gutes zu tun. „Seitdem haben hunderte Erstklässler und auch Kinder aus höheren Klassen von den vorausgegangenen Aktionen profitiert“, sagte Gambke.

Der Marktleiter des Pinneberger Sozialkaufhauses Alexander Seroka ist seit fünf Jahren mit dabei und freut sich jedes Jahr über die glücklichen Gesichter. „Es ist toll, etwas zu bewegen. Wir müssen Engagement zeigen, sonst passiert da nichts“, sagte Seroka. Die Idee zur Ranzen-Aktion sei vor zehn Jahren an einer Schenefelder Grundschule entstanden. „Damals haben wir die Aktion dann übernommen. Im zweiten und im dritten Jahr waren schon 20 Schulen dabei“, sagte Gambke. Er möchte vor allem alle Beteiligten loben und sich besonders bei seinen Mitarbeitern bedanken. „Hier machen alle einen wunderbaren Job und jeder zeigt sehr viel Engagement. Dafür bin ich sehr dankbar“, so Gambke.

Ranzenspenden sind zu den Öffnungszeiten in allen Sozialkaufhäusern der Awo möglich. Ab Beginn der Sommerferien können Suchende die Ranzen dort für einen Euro erwerben. Voraussetzung ist, dass das Haushaltseinkommen eine bestimmte Grenze nicht übersteigt.

> Sogar das Schülerfernsehen vom Uetersener Ludwig-Meyn-Gymnasium hat einen kurzen Film über die Aktion gedreht. Zu sehen unter: www.uetersentv.de

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