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Mittagessen an der Brahms-Schule : Schulleiterin schlägt Alarm

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wann kommt endlich die warme Verpflegung an der JBS? Die Stadt will den Termin im Oktober halten.

Ärger um die Mittagsverpflegung an der Johannes-Brahms-Schule (JBS). Diese sollte eigentlich nach Ende der Herbstferien Anfang Oktober ihren ordentlichen Betrieb aufnehmen. Doch nun schlägt Schulleiterin Ortrud Bruhn Alarm: Sie geht davon aus, dass dieser Termin nicht eingehalten werden kann. „Ich bin im höchsten Maße besorgt“, sagte sie im Tageblatt-Gespräch. Schuld seien personelle Engpässe in der Stadtverwaltung, aber auch die Tatsache, dass die Stadt zu spät eingegriffen habe. Dem widerspricht Traudchen Perrefort, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Soziales, Kultur. Sie sieht den Aufbau der Mittagsversorgung „auf einem guten Weg“ und ist optimistisch, den Termin einhalten zu können.

Rückblick: Bis zum Ende des vergangenen Schuljahres stellte das gegenüber der Schule gelegene VfL-Sportlerheim die Verpflegung der Schüler sicher. Doch Pächter Mike Kosmol kündigte seinen Vertrag mit dem Sportverein fristgerecht im Dezember 2012. Seitdem war klar: Die bisherige Mittagsverpflegung im VfL-Heim wird es ab dem Schuljahr 2013/ 2014 nicht mehr geben. Die Schule habe davon laut Bruhn allerdings erst im Februar und „eher durch Zufall“ erfahren. „Wir waren völlig konsterniert“, so die Schulleiterin. Und die Politik? Im Juni entschied die Ratsversammlung, ein neues System der Mittagsverpflegung – sprich die Essensausgabe in der Schule – einzuführen. „Seitdem sind wir an dem Thema dran“, so Perrefort. Dem stimmt auch Bruhn zu. Denn anschließend habe es zwischen allen Beteiligten zahlreiche zielführende Gespräche gegeben und Vieles sei mittlerweile „bedacht, recherchiert und ausdiskutiert“, so Bruhn. Und weiter: „Eigentlich könnte es flüssig weitergehen.“ Doch durch Krankheit und Urlaub sei die Verwaltung derzeit völlig unterbesetzt, hinzu komme, dass „im öffentlichen Bereich solche Dinge immer viel Zeit verschlingen“. Die Folge: „Man kommt immer nur in Mäuseschritten voran“, so die Schulleiterin. In einem Brief an die Eltern, der dem Tageblatt vorliegt, schreibt sie: „Es ist äußerst unbefriedigend, dass es trotz viel guten Willens auf allen Seiten, viel Engagement und Arbeit der Eltern nicht zügig weitergeht und wertvolle Zeit verstreicht.“

Derzeit sorgen engagierte Eltern für die Verpflegung der Kinder. Dafür organisieren sie Snacks wie Sandwiches, Wraps und Suppen. „Die Frage ist, wie lange das noch gut geht“, sagt Bruhn. Hinzu komme, dass für die Essensausgabe in der Schule Umbaumaßnahmen notwendig seien. Diese Arbeiten müssen ausgeschrieben werden – das ist allerdings noch nicht geschehen. Zum Unverständnis der Schulleiterin. Zwar mangele es nicht an gutem Willen auf allen Seiten, doch könne sie sich nicht vorstellen, dass der Zeitplan eingehalten werde. Das sieht Perrefort anders: „Es ist sicherlich ehrgeizig, aber nicht unmöglich.“ Für die kommende Woche ist übrigens ein Termin mit allen Beteiligten angesetzt.

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