Schulkindbetreuung wird teurer

Gebühren für Grundschulen steigen um monatlich zehn Euro / Antrag der Grünen gescheitert: Keine Ausnahmen für Bedürftige

shz.de von
12. April 2014, 16:00 Uhr

Die Beiträge für die Nachmittagsbetreuung an Pinnebergs Grundschulen werden um monatlich zehn Euro erhöht. Dabei wird es auch für finanziell schwache Familien keine Ausnahme geben. Ein entsprechender Antrag der Grünen wurde am Donnerstagabend in der Ratsversammlung abgelehnt.

Die Stadt Pinneberg erstattet Hartz IV-Empfängern, Asylbewerbern und Alleinerziehenden mit geringem Einkommen 75 Prozent der Kosten für die Kinderbetreuung – jedoch nur bis zu einer monatlichen Höchstgrenze von 125 Euro. Da diese in den meisten Pinneberger Grundschule bereits erreicht ist, müssen auch Bedürftige die Erhöhung selbst tragen. Grüne & Unabhängige wollten die Höchstgrenze auf 135 Euro erhöhen. Ratsherr Manfred Stache betonte: „Es geht um die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft – da sind zehn Euro im Monat eine schwere Ausgabe.“ Für die Stadt Pinneberg entstünden lediglich Mehrkosten von 4000 Euro im Jahr. Angela Traboldt (SPD) hielt dagegen: „Sinn der Betreuung ist es, dass berufstätige Eltern Betreuung für ihre Kinder bekommen.“ Die Stadt könne sich keine zusätzlichen freiwilligen Ausgaben leisten. Traboldt: „Auch diese
4000 Euro müssen wir an anderer Stelle einsparen.“ Christdemokrat Torsten Hauwetter kritisierte den Vorstoß der Grünen. „Sie wollen immer nur Geld ausgeben und sich als Gutmenschen aufspielen.“ Die Ratsversammlung segnete die Vorlage mit Gegenstimmen von Grünen und Bürgernahen ab.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen