Ausstellung in Pinneberg : Schulen mit zwei Gesichtern

Bitte nehmen Sie Platz: die Organisatorinnen Carola Meyer (links) und Ilka Gohla auf einer der Bänke.
1 von 3
Bitte nehmen Sie Platz: die Organisatorinnen Carola Meyer (links) und Ilka Gohla auf einer der Bänke.

Eine Ausstellung in der Rathauspassage zeigt Errungenschaften und Defizite der Pinneberger Bildungslandschaft.

shz.de von
16. Mai 2014, 17:30 Uhr

Pinneberg | Qualitätspädagogik und marode Bausubstanz – die Ausstellung „Nehmen Sie doch Platz“ zeigt derzeit eindringlich das Gute und das Schlechte der Pinneberger Schullandschaft. Ein Team von Eltern um Ilka Gohla, Carola Meyer und Markus Knobelsdorf trat an die Schulen heran und bat die Schüler Exponate zusammenzustellen, die ihre Schulen charakterisieren.

Am Dienstagabend holten die Organisatoren die Werke dann mit Hilfe des THW Pinneberg an den Bildungseinrichtungen ab und bauten sie in der Pinneberger Rathauspassage auf. Bis zum 24. Mai können sich Passanten im Einkaufszentrum noch vom Zustand der Schulen in der Kreisstadt überzeugen.

Viele der Fotos, Texte und Bilder sind an alten Turnhallenbänken aus der Grund- und Gemeinschaftssschule angebracht. Die Bänke laden, wie es der Titel verspricht, zum Verweilen ein.

Eindrucksvoll werden die zwei Gesichter der Pinneberger Schulen an der Bank Theodor-Heuss-Schule gezeigt. Auf der einen Seite: Eine Präsentation des pädagogischen Angebots, unter anderem die vielfach preisgekrönte Schülerzeitung „Pressident“. Auf der anderen Seite der Bank: Fotos von Baumängeln am Gebäude. Ein dramatischer Anblick. „Gleich nach dem Aufbau hat mich ein Passant fassungslos gefragt, ob das wirklich in Pinneberg ist“, erzählt Gohla.

Andrea Hansen, Rektorin der Helene-Lange-Schule ist sehr zufrieden mit der eigenen Präsentation: Ein Schrank, in dessen Schubladen die einzelnen Schulangebote liebevoll präsentiert werden. „Die Kinder sind stolz auf ihre Schule und waren mit viel Eifer dabei“, sagt Hansen. Aber auch die Helene-Lange-Schule spricht in der Ausstellung die offenen Wünsche an, zum Beispiel nach einer richtigen Mensa. Bürgermeisterin Urte Steinberg betonte bei ihrer Eröffnungsrede: „Wir wissen, was alles im Argen liegt.“ Schritt für Schritt wolle man die Renovierungs in Angriff nehmen. Schulamtsleiterin Traudchen Perrefort sagte: „Dieses Projekt ist auch ein Zeichen dafür, dass alle Schulen an einem Strang ziehen.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen