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Ohne Umschweife zum Gymnasium : Schulen in Bönningstedt und Quickborn kooperieren

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Einfacher Wechsel: Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen und Quickborner Elsensee-Gymnasium kooperieren

von
erstellt am 24.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Bönningstedt | „Ab jetzt haben wir Sicherheit: Mit diesem Kooperationsvertrag haben Schüler der Gemeinschaftsschule mit entsprechend guten Noten das Recht, nahtlos auf das Elsensee-Gymnasium zu wechseln“, fasste Rugenbergens Rektorin Maike Hinrichsen zusammen. Zuvor sei der Notendurchschnitt der Kernfächer ausschlaggebend und eine Fortsetzung der schulischen Laufbahn an einem Gymnasium deutlich schwerer gewesen.

Rund ein Viertel der Schüler in Bönningstedt komme aus Quickborn. „Und diese Schüler und ihre Eltern wollen Sicherheit – das hat sich kürzlich bei den Aufnahmegesprächen mit den Eltern der neuen Fünftklässler auch wieder gezeigt“, so Hinrichsen. Fachbereichsleiter Burkhard Arndt begrüßt die Vereinbarung mit der Nachbarschule. „Die Oberstufe hier umfasst im Regelfall drei Jahre. Das hat den großen Vorteil, dass die Schüler in den Klassenstufen gleichaltrig sind“, erklärt Michael Bülck, Rektor des Elsensee-Gymnasiums.

Mögliche Schwierigkeiten sehen beide Schulleiter in dem Umstand, dass im Gymnasium ab Klasse sieben eine zweite Fremdsprache erlernt wird, dies an der Gemeinschaftsschule jedoch ein Wahlpflichtfach ist. „Unsere Erfahrung ist, dass viele Schüler an diesem Punkt Nachholbedarf haben“, sagt Hinrichsen. Der soll frühzeitig erkannt werden – etwa indem entsprechende Aufbaukurse in Bönningstedt und Förderkurse in Quickborn angeboten werden, um etwaige Lücken auszugleichen.

Außerdem sollen Lehrkräfte an der jeweils anderen Schule hospitieren und auch Schüler der Gemeinschaftsschule sollen die Möglichkeit bekommen, für mehrere Tage am Elsensee-Gymnasium zu Gast zu sein.

Große Bereicherung

„Das ist eine große Bereicherung, denn wir wollen als Schule auch immer dazulernen und herausfinden, wie andere Schulen arbeiten“, so Hinrichsen weiter. „Einen Austausch der Lehrer in Sachen Methodik und Lehrwerke halte ich ebenfalls für sehr wertvoll“, ergänzt Bülck.

Darüber hinaus erhalten Schüler der Gemeinschaftsschule und deren Eltern auch die Möglichkeit, an den Informationsabenden zur Profiloberstufe am Elsensee-Gymnasuim teilzunehmen. „Die Oberstufen- und Mittelstufenleitung stehen bei Bedarf auch für Beratungsgespräche zur Verfügung“, kündigt Bülck an.

Auch Günther Hildebrand (FDP), Vorsteher des Amts Pinnau und Bürgermeister von Ellerbek, ist überzeugt von der Notwendigkeit der Kooperation. „Das ist eine gute Sache und ich weiß, dass auch Schüler aus Ellerbek Interesse daran haben, nach Quickborn zur Schule zu gehen“, so Hildebrandt. „Die Vereinbarung garantiert beste Bildungschancen für die Schüler beider Schulen, da die der Gemeinschaftsschule jetzt eine Option für das Abitur haben und das Elsensee-Gymnasium angesichts der rückläufigen Schülerzahlen gestärkt wird“, so das Resümee von Bülck. Derzeit besuchen 650 Schüler das Elsensee-Gymnasium, davon 68 Abiturienten. Von den 429 Schülern aus Bönningstedt verlassen 75 im Sommer die Schule, 40 davon schaffen den Anschluss ans Gymnasium.
 

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