Digitalpaket für Wlan und mehr : Schulen im Kreis Pinneberg erhalten etwa 15 Millionen Euro

Smartboard statt Tafel: Für die Digitalisierung bekommen die Schulen im Kreis knapp 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Smartboard statt Tafel: Für die Digitalisierung bekommen die Schulen im Kreis knapp 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Das Geld soll in Smartboards, stabiles WLAN oder die Einrichtung von Schul-Clouds investiert werden.

23-59954052.jpg von
26. September 2019, 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Geldsegen für den Kreis Pinneberg: Insgesamt 14,7 Millionen Euro erhalten Schulen im Kreisgebiet jetzt aus dem Digitalpakt. Der ist für stabiles Wlan, die Anschaffung digitaler Präsentationstechnik wie White-Boards als Tafel-Ersatz, Lizenzen für Lernsoftware oder die Einrichtung von Schul-Clouds vorgesehen. Insgesamt erhält Schleswig-Holstein ein 142-Millionen-Euro-Paket, der Kreis Pinneberg erhält mit fast 15 Millionen Euro den größten Anteil aller Kreise und Städte.

Städte: Elmshorn bekommt am meisten

Am meisten Geld hat im Kreis Pinneberg zum einen mit etwa 2,8 Millionen Euro die Kreisverwaltung zur Verfügung. Unter den Städten erhält Elmshorn für seine Schulen mit gerundet 2,3 Millionen Euro den höchsten Betrag. Es folgen Pinneberg (1,8 Millionen Euro), Wedel (1,3), Quickborn (1,0), Barmstedt (0,8), Uetersen (0,8), Schenefeld (0,6) und Tornesch (0,2).

Zeit bis 2024

Der Pakt läuft bis Ende 2024, sodass die zuständigen Verwaltungen bis dahin Zeit haben, das Geld zu investieren. Die Kreis-Schulrätin Anja Soeth freut sich über diese Frist: „Die Schulen können dies durch einen großzügigen Zeitrahmen gründlich planen und ohne operative Hektik umsetzen, das freut mich sehr.“ Ähnlich äußerte sich Landrat Oliver Stolz. Aber: „Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt erst.“ Er weist darauf hin, „dass jede Kommune ja noch einen nicht unerheblichen Eigenanteil leisten muss und auch für die Folgekosten noch entsprechende Regelungen gefunden werden müssen“.

Wie stehen Sie zur Digitalisierung an Schulen?

zum Ergebnis
 

Beate Raudies, SPD-Landtagsabgeordnete aus Elmshorn, lobt zwar grundsätzlich das Paket. Es reiche aber noch nicht aus: „Knackpunkt ist, dass aus Ministerpräsident Daniel Günthers Aussage, dass jeder Schüler in Schleswig-Holstein ein Tablet bekommen soll, nicht viel geworden ist. Denn mit dieser Finanzausstattung wird dieses Versprechen schlecht zu erfüllen sein“, so Raudies.

Zuständig für die Schulen sind in den meisten Fällen die jeweiligen Städte beziehungsweise Gemeinden oder Ämter. Die Berufsschulen des Kreises und die Förderzentren in Appen und Elmshorn unterliegen der Zuständigkeit der Kreisverwaltung.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen