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Pinneberg : Schulen droht ein 35-Millionen-Schock

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gebäude-Sanierungsplan liegt vor: Pinneberg muss für die Versäumnisse der vergangenen Jahre bezahlen

shz.de von
erstellt am 03.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Feuchte Klassenräume, Schimmel, massive Raumnot: Pinnebergs Schulen sorgen seit Jahren für schlechte Schlagzeilen. In den vergangenen Monaten waren Bauexperten in den Gebäuden unterwegs. Jetzt liegen schockierende Zahlen auf dem Tisch. Voraussichtlich 34,53 Millionen Euro wird es verschlingen, die Schulen der hoch verschuldeten Kreisstadt fit zu machen.

Das jedenfalls geht aus dem bis ins Jahr 2017 reichenden Sanierungskonzept hervor, das die Stadtverwaltung erstellt hat. Grundlage ist eine Kostenschätzung des Kommunalen Servicebetriebs (KSP). Klar ist: Die Stadt Pinneberg geht mit einer schweren Bürde in die Zukunft.

Ein Grund für den massiven Sanierungsstau: Pinneberg hat es in den vergangenen Jahren offenbar versäumt, in angemessenem Umfang in den Erhalt von Gebäuden zu investieren. Und das, obwohl der Landesrechnungshof bereits im Jahr 2005 auf diesen Mangel hingewiesen hatte. Letzteres wird in der Verwaltungsvorlage für den nächsten Schulausschuss ohne Umschweife eingeräumt.

Der Schul-Sanierungsplan weist allein für das Jahr 2014 Investitionen in Höhe von 6,9 Millionen Euro aus. Die Summe beinhaltet nicht aufzuschiebende Brandschutzmaßnahmen. Woher das Geld für Modernisierungen und Anbauten kommen soll, kann derzeit niemand sagen. Zur Erinnerung: Die Kreisstadt hat sich gegenüber dem Land Schleswig-Holstein zu einem rigiden Sparkurs verpflichtet, als es unter dessen so genannten finanzpolitischen Rettungsschirm schlüpfte.

Pinnebergs Politiker müssen jetzt entscheiden, wie viel Geld sie in den Haushalt 2014, der noch im Januar verabschiedet werden soll, einstellen. Und dann womöglich zittern, was das Innenministerium, das den Haushalt genehmigen muss, wieder herausstreicht.

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