Schule Rugenbergen ausgezeichnet

Zum zweiten Mal darf Sabrina Diehr (links) das Schild „Präventionsschule“ anbringen. Ganztagskoordinatorin Dörte Dietrich dagegen ist stolz darauf,für das Projekt „Ganztägiges Lernen“ als Referenzschule ausgewählt worden zu sein.
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Zum zweiten Mal darf Sabrina Diehr (links) das Schild „Präventionsschule“ anbringen. Ganztagskoordinatorin Dörte Dietrich dagegen ist stolz darauf,für das Projekt „Ganztägiges Lernen“ als Referenzschule ausgewählt worden zu sein.

Würdigung Zwei Plaketten für Konzepte erhalten

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04. Oktober 2017, 16:00 Uhr

Beide Bewerbungen um Auszeichnungen für die Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen waren erfolgreich: In Kürze zieren zwei neue Plaketten die Wand gegenüber vom Schuleingang.

Nachdem das Präventionskonzept der Schule bereits 2013 prämiert worden war, haben Präventionskoordinatorin Sabrina Diehr und ihr Team das Konzept evaluiert, überarbeitet und erneut eingereicht. Dafür erhielten sie wiederum die Plakette, die sie als „Präventionsschule“ ausweist.

Ganztagskoordinatorin Dörte Dietrich dagegen bewarb sich darum, als Referenzschule am 18-monatigen Projekt „Ganztägiges Lernen“ des Schleswig-Holsteinischen Bildungsministeriums teilzunehmen zu dürfen – ebenfalls mit Erfolg.

„Es geht darum, in dieser Zeit in einem Netzwerk mit den anderen teilnehmenden Schulen gemeinsam Ideen zu entwickeln und sie auch umzusetzen. Und natürlich um den Erfahrungsaustausch – es muss ja nicht jeder das Rad neu erfinden“, erklärte Dietrich.

Bereits beim ersten ganztägigen Workshop seien erste Ergebnisse erzielt worden. „Dort hat sich zunächst jede Schule vorgestellt und ihr Konzept zur Ganztagsschule erläutert“, berichtete Dietrich. Das in Bönningstedt übliche „Dialogheft“ sei dabei sofort von einer anderen Schule aufgegriffen worden. „In diesem Heft notieren die Schüler nicht nur ihre Hausaufgaben. Es dient darüber hinaus auch als Kommunikationsmittel zwischen Lehrern, Eltern und dem Offenen Ganztag“, erläuterte Dietrich. Sowohl die Erziehungsberechtigten als auch die Schüler unterschreiben das einem Berichtsheft in der Ausbildung ähnliche Werk, und die Führung des Hefts wird im Zeugnis bewertet.


Angebot populärer und effektiver machen


„Unser Ziel ist es, das Angebot der Schule populärer und effektiver zu machen“, sagte Dietrich. Die Verzahnung von Bildung und Betreuung am Vor- und Nachmittag für die derzeit 110 teilnehmenden Schüler solle gefördert werden.

Um das zu erreichen, arbeitet Dietrich nicht allein an dem Projekt: „Martina Niehusen vom Kinder- und Jugendzentrum ist als Fachkraft mit dabei und Präventionskoordinatorin und Lehrkraft Sabrina Diehr bringt den Blickwinkel der Schule mit ein“, so Dietrich.

Damit seien auch schon die ersten Grundsteine der künftigen Zusammenarbeit gelegt. „Wir bieten neuerdings Nachmittag den Kursus „Fightig-Fit“ an. Dort sind Fitness, Disziplin und gegenseitiger Respekt gefragt, was wiederum der Gewaltprävention dient“, berichtete Diehr. Der Zulauf auf das Angebot, das ein Kräftemessen nach festgelegten Spielregeln ist, sei sehr hoch.

Die weiteren Aktivitäten im Bereich der Vorsorge sind breit gefächert. „Mit zahlreichen Kooperationspartnern bilden wir Streitschlichter und Bus-Engel aus, thematisieren Mobbing – auch im Internet – und organisieren kooperative Klassenfahrten“, zählte Diehr auf.


Werte vermitteln und Gefährdungen aufzeigen


In Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin werden darüber hinaus Werte vermittelt – sowohl im übertragenen als auch im materiellen Sinn: „Im Modul ,Finance Coach‘ wird die Frage gestellt: ,Was kostet die Welt?‘“ Konkret werde dabei wirtschaftliche Grundbildung vermittelt, beispielsweise: Was kostet eine Mietwohnung? Was sind Nebenkosten? Welche Versicherungen werden benötigt? Wie hoch sind die Folgekosten, wenn ich mir ein Mofa kaufe?

Auch die Klassiker Verkehrserziehung in der Unterstufe, Suchtverhalten in der Mittelstufe und Medienkompetenz würden altersgemäß vermittelt. „Wir sind wirklich gut aufgestellt und freuen uns sehr, die Plakette erneut aufhängen zu dürfen“, sagte Diehr.

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