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Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 03:55 Uhr

„Schule noch attraktiver gestalten“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Tangstedter Schulverein hat einen neuen Vorstand

von
erstellt am 21.Apr.2015 | 12:51 Uhr

Katrin Sen Gupta blickt sich um. Vor mehr als drei Jahrzehnten tobte die heute 44-Jährige selbst noch über den Schulhof an der Dorfstraße in Tangstedt. Inzwischen hat sie selbst ein Kind, das die zweite Klasse besucht. „Hier hat sich alles verändert“, sagt Sen Gupta. Sie kann sich noch an viele Momente erinnern. An Lehrerinnen, Mitschüler. Die Schule sei längst nicht mehr das, was sie einmal war. „Wir hatten damals keine Lese- oder Projektwochen und sind auch nicht ins Theater nach Hamburg gefahren“, sagt Sen Gupta.

Gleichzeitig hat sich aber auch etwas anderes verändert: Auf die Frage, ob Eltern heute anspruchsvoller geworden seien, antworten alle vier im Chor „Ja“. Kai Fischer (Vorsitzender), Wibke Prieß (Stellvertreterin), Katrin Sen Gupta (Kassenwartin) und Sabine Futter (Schriftführerin) bilden seit kurzem den neuen Vorstand des Tangstedter Schulvereins. Bis ihre Kinder, die derzeit die ersten und zweiten Klassen der Grundschule besuchen, auf die weiterführende Schule wechseln, wollen sie die kleine Bildungseinrichtung „noch attraktiver gestalten“.

Fischer sagt: „Nur durch eine gut funktionierende Grundschule mit modernster Ausstattung bleibt auch unser Dorf für alle attraktiv.“ Er warnt davor, dass in ein paar Jahren zu wenige Kinder da sein könnten. „Wir müssen unsere Schule auch für Eltern aus anderen Orten attraktiv machen“, so der 49-Jährige. Zur modernen Ausstattung gehören laut dem neuen Team auch elektronische Schultafeln. Zwei hängen bereits in den Klassenzimmern, zwei weitere sollen möglichst bald montiert werden. Die Schule begrüßt das. „Die Boards sind bei Lehrern wie Schülern sehr beliebt“, sagt Nina Erdtmann, Klassenlehrerin der 2b, in deren Raum bereits eine intelligente Tafel hängt. Mit deren Hilfe könne Unterricht vielseitig gestaltet werden.

Auch neue Musikinstrumente stehen auf der Einkaufsliste des Schulvereins. „Wir finanzieren das, was der Staat nicht schafft“, sagt Fischer und fügt an: „Schleswig-Holstein ist in puncto Bildungsausgaben auf dem vorletzten Platz im Vergleich zu anderen Bundesländern.“ Und so zählten auch Bücher zu den Anschaffungen.

Der Schulverein stattet die Bildungseinrichtung aber nicht nur mit neuem Material aus. Auch die Gewaltprävention sowie Veranstaltungen wie das Einschulungscafé und das Laternenfest werden aus dessen Kasse finanziert. Das Team stellt klar: Auch einen neuen Stadtjugendpfleger würde der Verein finanziell unterstützen. „So jemanden brauchen wir weiterhin“, sagt Futter und meint damit Boris Kaufmann, der Tangstedt im Sommer verlassen wird. Die Eltern loben das „Drei in eins“-Konzept des Jugendpflegers.

Ohne Beiträge und Spenden ist der Schulverein allerdings machtlos. „Aktuell haben wir bei 110 Grundschülern 40 Förderer“, sagt Fischer, „das wollen wir ausbauen“. Der Schulverein solle bekannter werden. Dazu plant das Team einen Flyer, „der das, was wir tun, transparent macht“, so der Vorsitzende. Um ihre Pläne umzusetzen, haben die vier nun mindestens zwei Jahre Zeit.

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