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Gähnende Leere auf der Liegewiese : Schuld ist das Schietwetter: Kaum Badegäste in Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Außenbereich wird in diesem Jahr deutlich weniger genutzt als noch im vergangenen Jahr, berichtet Birgit Vollmar, Betriebsleiterin der Bäder Pinneberg.

Pinneberg | Gestern Vormittag im Pinneberger Freibad: Ein Junge spielt allein im Kinderbecken. Nur wenige Erwachsene ziehen ihre Runden auf den drei 25-Meter-Bahnen. Auf der hübschen Liegewiese herrscht gähnende Leere. Der gelinde ausgedrückt durchwachsene Sommer hinterlässt seine Spuren: Der Außenbereich wird in diesem Jahr deutlich weniger genutzt als noch im vergangenen Jahr, berichtet Birgit Vollmar, Betriebsleiterin der Bäder Pinneberg. Sie hat einen deutlichen Einbruch der Besucherzahlen festgestellt. „Da merkt man deutlich das unbeständige Wetter“, sagt sie.

Seit dem 15. Mai hat das Freibad geöffnet. 2500 Gäste weniger als im vergangenen Jahr würden die Chance nutzen, um draußen Bahnen zu ziehen. Viele weichen aber auf den Innenbereich aus, sagt Vollmar. „Die Stimmung ist trotzdem gut.“

Viel Platz: Die Liegewiese besetzte gestern nur Birgit Vollmar, Betriebsleiterin der Bäder Pinneberg.
Viel Platz: Die Liegewiese besetzte gestern nur Birgit Vollmar, Betriebsleiterin der Bäder Pinneberg. Foto: Tanja Plock

Die Gesamtzahl der Gäste sei jedoch nicht spürbar gesunken. Egal ob Freibad oder Hallenbad – alle zahlen den gleichen Eintritt. Im ersten Halbjahr waren 120525 Besucher in dem Bad. Kinder und Erwachsene plantschen in diesem Sommer aber eben mehr drinnen als draußen. Aktuell würden viele den Badepass der Stadt nutzen, der einen günstigen Eintritt für die gesamten Sommerferien ermöglicht, Schüler zahlen für den Pass 2,50 Euro. „Das wird gut angenommen“, sagt Vollmar. Generell zahlen Erwachsene 5,50 Euro, Kinder 2,75 Euro.

„Für uns und unsere Gäste wünschen wir uns natürlich besseres Wetter in den kommenden Wochen“, sagt Vollmar. Sie rät dazu, die Sonnenstunden zu nutzen, sobald diese da sein sollten. „Es ist ja nicht nur schlecht. Es ist eben nur nicht beständig.“ Wer glaubt, er sollte lieber abwarten, bis das Wasser draußen aufgeheizt ist, irre. Die Temperatur betrage immer 24 Grad Celsius, erläutert Vollmar.

Sportler und Freizeitschwimmer, die noch ihre Runden ziehen wollen, haben noch bis zum Herbst Zeit. Dann ist erst mal Pause. Für etwa 400.000 Euro wird die Filteranlage, die das Wasser aufbereitet, saniert. Diese stammt aus dem Jahr 1971 und ist technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand. Die Hälfte der Kosten für die Sanierung kann laut Vollmar mit Fördergeldern vom Land Schleswig-Holstein gedeckt werden. „Sie läuft zwar noch, muss aber erneuert werden“, führt Vollmar aus. „Das ist ja unser Herzstück.“ Traditionell würden Wartungsarbeiten in Pinneberg in den Herbst gelegt. Diesmal fällt die Schließzeit aber deutlich länger aus: Vom 16. Oktober bis Mitte Dezember bleibt das Schwimmbad an der Burmeisterallee geschlossen.

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erstellt am 11.Aug.2017 | 17:00 Uhr

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