Schulcontainer für Asylbewerber

<strong>Auf einem Areal in Krupunder </strong>stehen seit den frühen 1990er Jahren Leichtbauhäuser. Parallel dazu sollen die umgebauten  Container aufgestellt werden. <foto>Vogel</foto>
Auf einem Areal in Krupunder stehen seit den frühen 1990er Jahren Leichtbauhäuser. Parallel dazu sollen die umgebauten Container aufgestellt werden. Vogel

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07. August 2013, 01:14 Uhr

Halstenbek/Kiel | Der Druck der Asylbewerber wächst. Auf das Land, auf Städte und Kommunen. Auf Halstenbek. In der Baumschulgemeinde verschärft sich die Situation. Der Grund: Durch den Abriss der Häuser an der Gustavstraße sowie durch den Wegfall der Container an der Hartkirchener Chaussee gingen Unterkünfte verloren. Es besteht Handlungsbedarf. Heute werden sich deshalb die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Kultur und Sport mit Lösungen befassen.

Zwei Optionen liegen bei den Politikern auf dem Tisch: die Aufstellung von zusätzlichen Leichtbauhäusern in Höhe von 450 000 Euro oder alternativ die Versetzung der gemeindeeigenen Schulcontainer auf dem ehemaligen Gelände der Realschule an der Schulstraße auf ein Areal im Ortsteil Krupunder mit anschließendem Umbau zu Wohncontainern. Kosten dafür: 150 000 Euro.

Insgesamt vier Containeranlagen mit jeweils fünf Abschnitten sollen laut Dagmar Klinck (Rathaus) errichtet werden. Ein Containerabschnitt ist zwölf mal sechs Meter groß. "Die Container werden mit Gemeinschaftsraum, Schlafräumen, Küchen und Sanitäranlagen umgebaut", beschreibt Klinck die aufwändige Aktion. "Im Herbst soll die Ortsverlagerung vollzogen und der Umbau für dann 20 Personen angegangen werden", so Klinck. Die Zeit drängt: Hatte Halstenbek im September 2012 noch 36 Menschen, beträgt die Zahl laut Verwaltung vom 23. Juli 59 Personen.

Eine Alternative dazu, die Mittel im Nachtragshaushalt 2013 nicht zu genehmigen, wird es kaum geben. Die Verwaltung weist ausdrücklich "auf die gesetzliche Verpflichtung zur Aufnahme von Asylbewerbern hin". Die Vorlage wird anschließend im Finanzausschuss (12. August) und final in der Gemeindevertretung am 26. August beraten.

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