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Pinneberger Tageblatt

18. November 2017 | 05:25 Uhr

„Schulbausanierung läuft weiter“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bestandsaufnahme Interview mit Stadtsprecherin / Verwaltung will Aktenlage verbessern / Auf der Suche nach Unterlagen

von
erstellt am 06.Okt.2017 | 16:21 Uhr

„Wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck an der Schulgebäudesanierung“, sagt Maren Uschkurat (Foto), Sprecherin der Stadt Pinneberg. Am Montag musste sie der Politik und den Schulleitern die Nachricht überbringen dass es zu zeitlichen Verzögerungen bei der Bestandsaufnahme der Schulen kommt, weil die Aktenlage verbessert werden müsse (unsere Zeitung berichtete). Im Interview erläutert Uschkurat, was dahinter steckt.

Frage: Welche Auswirkungen hat das auf die Schulbausanierung?
Maren Uschkurat: „Für die Schulbausanierung an sich hat das Anhalten der Bestandsaufnahme keine Auswirkungen, da alle bisher angeschobenen Maßnahmen wie geplant weitergeführt werden.

Was steht auf der Agenda? Derzeit werden weitere Maßnahmen wie zum Beispiel der der Bauteil Nord und die Freianlagen an der THS sowie die Stahlaußentreppen am Schulzentrum Nord und an der Hans Claussen-Schule angeschoben.

Wofür werden die Akten benötigt?
„Die Fachplaner benötigen für die Begehung der Schulen aussagekräftige Unterlagen, insbesondere aktuelle Pläne, um den Zustand der Schulen besser einschätzen zu können. Diese sind beispielsweise bei der Einschätzung des Brandschutzes notwendig, da es hier bei der rechtlichen Einschätzung Unterschiede zwischen einem alten Bestandsschutz und den heutigen Vorgaben gibt.

Wie gehen Sie jetzt vor, um die Aktenlage zu verbessern?
Die vorhandenen Akten befinden sich zu einem Teil in den Räumlichkeiten des KSP und zum anderen Teil in einem externen Archiv, da die Räumlichkeiten des KSP stark begrenzt sind. Alle Akten aus dem Rathaus wurden zwischenzeitlich in dieses externe Archiv ausgelagert, da auch die Kapazitäten im Rathaus nicht mehr ausreichend waren. Bei Bedarf können diese Akten jederzeit durch den KSP angefordert werden. Aktuell sind mehrere Mitarbeiter des KSP damit beschäftigt, alle Akten der drei bisher betrachteten Schulen, welche aus dem Archiv angefordert wurden, zu sichten und darin möglicherweise enthaltene Revisionsunterlagen, Pläne, Genehmigungen, etcetera zu suchen.

Reicht das aus?
Ob dieses dazu führt, dass das beauftragte Unternehmen das Ergebnis seiner Prüfung verbessern kann, wird sich erst nach Sichtung der Akten zeigen. Zuvor hatten Mitarbeiter der Kernverwaltung bereits die Archive der Bauaufsicht und digital vorhandene Unterlagen gesichtet.

Wer ist denn für das Fehlen von Informationen in den Akten verantwortlich?
Wie es zu der Aktenlage gekommen ist, möchte ich nicht bewerten, insofern werde ich auch keine Mutmaßungen anstellen, wie es passieren konnte, dass wir aktuell keine ausreichende Aktenlage haben.
Warum können die Schulleiter nicht weiterhelfen?Die müssten doch über die Mängel an ihren Schulen Bescheid wissen.
Sicherlich haben Sie mit Ihrer Einschätzung recht, dass die Schulleiter in Pinneberg sehr gut über ihre Schulen Bescheid wissen, dennoch sind aus rechtlicher und technischer Sicht Einschätzungen von Fachplanern notwendig, um den Zustand für eine langfristige Schulgebäudesanierungs- und Entwicklungsplanung zu bewerten.

Wie geht es weiter?
Über das weitere Vorgehen werden wir nach Abschluss der vorgenannten Archivsichtung zunächst intern beraten und anschließend in den zuständigen Ausschüssen berichten.


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