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Rellingen auf dem Weg zum Abitur : Schulausschuss beschließt Kooperationsvertrag mit Beruflichem Gymnasium Elmshorn

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das angestrebte Ziel: Eine eigene Oberstufe. Damit besteht künftig die Chance für Schüler der CVS mit guten Noten, das Abitur anzustreben.

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erstellt am 25.Jun.2015 | 12:15 Uhr

Rellingen | Eine gymnasiale Oberstufe an der Caspar-Voght-Schule (CVS) in Rellingen: Er bleibt nicht länger ein Wunschtraum. Die Mitglieder des Schulausschusses beschlossen, mit dem Beruflichen Gymnasium der Beruflichen Schulen des Kreises Pinneberg in Elmshorn einen Kooperationsvertrag über eine Zusammenarbeit zu schließen.

„Es ist eine Zwischenlösung.“ Das betonte gestern Dagmar Schudak. „Den Kooperationsvertrag darf es nur geben, wenn die Chancen für eine eigene Oberstufe erhalten bleiben“, betont die Sachgebietsleiterin im Fachbereich Bürgerservice. Und: „Der Vertrag muss zu dem Zeitpunkt beendet werden können, wenn wir eine eigene Lösung in Rellingen gefunden haben.“ Damit besteht künftig die Chance für Schüler der CVS mit guten Noten, das Abitur anzustreben. Denn die Aufnahme in einer der umliegenden Oberstufen habe sich laut Rathaus in der Vergangenheit als schwierig gestaltet.

Zur Erinnerung: Die Genehmigung für ein Abi in Rellingen erhält die Gemeinde nur, wenn sie 120 Schüler pro Jahrgang vorweisen kann. Zurzeit ist das – das wissen alle Verantwortlichen – unrealistisch. Deshalb wurden in der Vergangenheit zahlreiche Gespräche mit Verwaltungsleitern anderer Kommunen geführt. Es wurde ein „Arbeitskreis (AK) Gymnasiale Oberstufe für die CVS“ eingerichtet, der sich seit Herbst 2014 fünf Mal getroffen hat. Die politischen Vertreter und der Elternbeirat haben Kontakte, insbesondere zu ihren Halstenbeker Kollegen aufgenommen.

Ergebnis: Eine Kooperationsmöglichkeit mit der Nachbarkommune Halstenbek ist ad acta gelegt. In Frage gekommen wäre ein Schulterschluss mit der Grund- und Gemeinschaftsschule an der Bek. Doch es scheiterte daran, dass Halstenbek ein gleichberechtigter Partner sein wollte. Unterricht an zwei Schulen – das passt nicht ins Konzept des AK.

„Informelle Kooperation“

Auf der Ebene „informelle Kooperation“ besteht zurzeit die Annäherung an das mehr als 40 Jahre alte Wolfgang-Borchert-Gymnasium in Halstenbek. Doch die Ansprüche von CVS-Schülern auf einen Platz dürften aus „Kapazitätsgründen nicht umsetzbar sein“.

„Das Angebot einer Kooperation mit der Gemeinschaftsschule Rugenbargen in Bönningstedt durch das Amt Pinnau wird verwaltungsseits aufgrund der nicht geklärten Situation durch die Ausamtung der Gemeinde Bönningstedt als schwer umsetzbar betrachtet“, heißt es in der politischen Vorlage. Die Stadt Pinneberg hat sich laut Verwaltung noch nicht positioniert.

Im Fokus stehen jetzt Jochen Kähler und seine Stellvertreterin Andrea Rönnau. Die Verhandlungen mit den Partnern der Kooperationsschule dürften beginnen. Wann es konkret los gehen könnte, darauf will sich der CVS-Chef selbstbewusst gegenüber den Medien festlegen: „Das soll für Schüler gelten, die nach den Sommerferien in die zehnte Klasse kommen.“ In Elmshorn wolle er ein Kontingent für Rellinger Schüler – je nach Größe des Jahrgangs 20 bis 25 Plätze – reservieren.

Die Perspektive ist vielversprechend: Zum Schuljahr 2015/2016 wechseln 65 Schüler in die zehnte Klasse. Die Klasse fünf wird vierzügig – mit 90 Kindern. Eine Steigerung und ein Spiegelbild dessen, dass die CVS gefragt ist. In zwei Jahren könnte die Quote von 120 Schülern in Klasse fünf erreicht sein – und somit gäbe es grünes Licht für ein Abitur in Rellingen.

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