zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 18:04 Uhr

Schul-Umbau doppelt so teuer

vom

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Halstenbek | Zu hitzigen Debatten kam es während der Halstenbeker Ratsversammlung in der Grund- und Gemeinschaftsschule an der Bek. Streitpunkt Nummer Eins: der Umbau der Grundschule Nord.

Das Gebäude soll überholt werden, damit Bücherei und Volkshochschule dort einziehen können. Das wird nun womöglich doppelt so teuer wie geplant: Der Beschluss-Vorschlag, den die Gemeindeverwaltung auf der Sitzung präsentierte, erhöht den Kostenrahmen von 270 000 auf 556 000 Euro. Grund dafür sind Auflagen des Kreises wie etwa Maßnahmen zum Brandschutz (49 385 Euro) und der Einbau einer Lüftungsanlage (85 860 Euro).

Dagegen liefen die Fraktionen der CDU und der FDP Sturm. Das Gebäude sei alt, argumentierte die CDU-Fraktionsvorsitzende Kirsten Sajitz, "die nächsten Investitionen sind absehbar." Ihr Parteikollege Hans-Jürgen Rebenther plädierte für "andere Komplett-Lösung": Die Gemeinde solle das Gelände an einen Investor verkaufen, dieser dort dann einen Neubau hochziehen - ein Vorschlag, der für Raunen im Saal sorgte.

Rainer Urban (FDP) nannte den Vorschlag eine "Zumutung" und fügte hinzu: "Die Griechen sind uns gegenüber Waisenknaben, was die Verschuldung angeht."

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Christoph Bittner hielt dagegen: Zu dem Umbau gebe es "keine sinnvolle Alternative". In einer anschließenden Erklärung sagte er: "Wenn wir eines der ganz wenigen alten Gebäude abreißen, werden wir zu einem zweiten Pinneberg." Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Gudrun Gabriel-Schröder, argumentierte, der Umbau würde für eine "Belebung des Ortskerns" sorgen, Gewerbe anziehen und so die Steuereinnahmen erhöhen.

Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann ergänzte: Der Umzug der Bücherei sei deshalb dringend nötig, weil in dem derzeitigen Büchereigebäude 20 neue Kita-Plätze entstehen sollen. Bis zum 30. Juni könne die Gemeinde beim Bund Zuschüsse von rund 160 000 Euro für den Kita-Ausbau beantragen; dafür müsse jedoch der Umbau der alten Schule gesichert sein. Der neue Kostenplan wurde mit 17 Ja-Stimmen (von SPD, Grünen und einem FDP-Vertreter) gegen 13 Nein-Stimmen angenommen.

Ganz unstrittig dagegen war ein anderer Tagesordnungspunkt: Bürgervorsteher Otto Sajitz ehrte die Gemeindevertreterinnen Ines Strehlau (Grüne), Marlies Hennecke (SPD), Ingrid Vater (FDP) und Kirsten Sajitz (CDU) für ihr langjähriges kommunalpolitisches Engagement.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen