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Bachaktionstag des Nabu : Schuften für die Düpenau im Regen

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Bachaktionstag des Nabu: 45 Helfer engagieren sich für attraktiven Lebensraum. 14 Tonnen Kies eingebracht.

shz.de von
erstellt am 07.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Halstenbek/Schenefeld | Kiesberge türmen sich vor der Düpenau. Helfer fahren Schubkarren hin- und her. 40 engagierte Frauen, Männer und Jugendliche haben sich dafür eingesetzt, den naturnahen Lebensraum Düpenau zu gestalten. Nabu-Helfer, Angestellte der Stadt sowie freiwillige Helfer beförderten beim dritten Bachaktionstag 14 Tonnen Kies in die Düpenau. Die Helfer hatten am Sonnabend – anders als bei den schwülen Temperaturen im vergangenen Jahr – immer wieder mit Regenschauern zu kämpfen.

„Das schlechte Wetter hat uns motiviert, noch früher anzufangen“, erläuterte NABU-Chef Stefan Friedrich. Der Leiter der Nabu-Gruppe Schenefeld-Halstenbek sowie der Geoökologe Tobias Ernst freuten sich, noch mehr Helfer als im Vorjahr zu begrüßen. „Dass sich so viele Menschen an der Aktion beteiligen, ist sehr positiv“, lobte Friedrich. Der Einsatz der Bürger für den Lebensraum Düpenau motiviere ihn, zukünftig noch größere Projekte zu planen. Mitarbeiter der Stadt möchten im Herbst ein Gutachten erstellen. Der Hintergrund: Bäche sind besonders artenreich, wenn sie strukturell abwechslungsreich sind. Die tierischen Bewohner finden ohne Kies, Holz und Geröll im Bachbett weder Nahrung, noch Brutstätten beziehungsweise Möglichkeiten, sich zu verstecken.

Die Helfer haben es in diesem Jahr geschafft, etwa 300 Meter zwischen Stadtzentrum und Kiebitzweg zu einen attraktiven Lebensraum für Tiere und Pflanzen umzugestalten. Sie bauten erneut Strömungslenker ein, um das Bachbett für den Niedrigwasserabfluss einzuengen. Auch die ersten beiden Bachaktionstage bezeichnete der NABU als Erfolg. „Die von uns bearbeiteten Abschnitte entwickeln sich gut“, so Friedrich. Die Naturschützer haben für den sich über eine Länge von acht Kilometer durch die Stadt schlängelnden Fluss eine Bachpatenschaft übernommen. Die Stadt stellte den Kies für die Aktion bereit. Verwaltungsmitarbeiter wie Umweltberaterin Martina Schiller zählten zu bewährten Helfern. „Wir halten die gewässerökologischen Eingriffe für wichtig und unterstützen den Nabu“, so Schiller. Dabei geht es darum, den natürlichen Strom des Bachs wiederherzustellen. Die Düpenau bietet einen natürlichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere wie beispielsweise Eintagsfliegen- und Köcherfliegenlarven.

Der NABU verliert die Europäische Wasserrahmenrichtlinie nicht aus den Augen. Langfristiges Ziel ist es, EU-Gelder zu sichern. Je mehr der NABU Projekte wie den Bachaktionstag realisiert, desto eher kann er auf finanzielle Unterstützung hoffen.

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