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Pinneberger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 06:40 Uhr

„Schützen Sie unsere Reethäuser“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Silvesterböller: Halstenbek warnt vor extremer Gefahr

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2013 | 09:22 Uhr

Eine fehlgelenkte Silvesterrakete: Für Besitzer von mit Reet gedeckten Häusern ein purer Alptraum. Der verheerende Brand vor einem Jahr in der Rellinger Dorfstraße steckt in den Köpfen. Auch bei Jens Rix. Der Ur-Halstenbeker ist einer von sieben Besitzern eines Reetdachhauses in Halstenbek – des sogenannten Armenhauses an der Königsstraße von 1857. Sein dringender Appell für die feuchtfröhlichen Stunden zum Jahreswechsel: „Helfen Sie mit, unsere Häuser zu schützen. Seien Sie vernünftig.“


Hilferuf in der Bürgersprechstunde


Dieser Appell erreichte bereits im Sommer Linda Hoß-Rickmann. „Während einer Bürgersprechstunde sprachen mich zwei Bürger darauf an und forderten: Machen Sie was.“

Die Verwaltung reagiert. In den zurückliegenden Jahren gab es in den Medien die obligatorische Notiz, die „Markenzeichen der norddeutschen Landschaft“ in der Form zu schützen, in dem im Radius von 200 Metern ganzjährig keine Raketen gezündet werden dürfen. „In diesem Jahr starten wir eine größere Aktion, in dem wir Familien direkt anschreiben.“

Verwaltungsmitarbeiter Holger Lohse hat dafür die Zahlen: „Zu den sieben erwähnten Standorten kommen noch vier Häuser im Bereich Nienhöfen hinzu. Von insgesamt 7500 Haushalten wurden von der Verwaltung insgesamt 1163 Haushalte persönlich angeschrieben. Im Wortlaut heißt es dort: „Sie wohnen im Umkreis von 200 Metern zu einem Reetdachhaus. Wir möchten Sie daher eindringlich bitten, im Interesse der Häuser, keine Feuerwerkskörper und -raketen in der Nähe von Reetdachhäusern, auch nicht in der Silvesternacht, zu entzünden.“ Wer dagegen verstößt, wird zur Rechenschaft gezogen: mit 10 000 Euro Bußgeld. Dem Ur-Halstenbeker Rix ist das nur recht: Das sei er seinem Ur-Großvater schuldig.

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