Schülerschule Waldenau präsentiert Miniphänomenta

Der aus dem Schulleitungsteam stammende Jürgen Braun (vierter von links) erläuterte interessierten Besuchern Stationen der Miniphänomenta.
Der aus dem Schulleitungsteam stammende Jürgen Braun (vierter von links) erläuterte interessierten Besuchern Stationen der Miniphänomenta.

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26. September 2018, 13:18 Uhr

Ein Lern- und Lebensort, an dem jedes Kind, egal ob mit oder ohne Handicap, die notwendige individuelle Förderung erhalten soll. Die genannte Art der Förderung soll helfen, die eigenen Begabungen und Potentiale möglichst umfassend zu entwickeln. Dieses Ziel setzte sich die Schülerschule Waldenau vor mehr als 30 Jahren. Schulrat Dirk Janssen bestätigte den Mitarbeitern zum 30-jährigen Bestehen, dass die Schülerschule Waldenau es erreicht habe. Interessierte Bürger hatten am Tag der offenen Tür am Sonnabend die Gelegenheit, die am Waldenauer Marktplatz gelegene Schülerschule kennen zu lernen. „Unser Grundgedanke ist, Kinder mit Förderbedarf inklusiv zu unterrichten“, erläuterte der zum Schulleitungsteam gehörende Jürgen Braun. Inklusion bedeute im Sinne der Schulphilosophie, jedes Kind mit sämtlichen Fähigkeiten optimal zu fördern und dabei auf den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes besondere Rücksicht zu nehmen.

Die Anfänge der Schülerschule seien nicht einfach gewesen. „Inzwischen sind wir aber akzeptierter Bestandteil der Schullandschaft“, erläuterte Braun. Gefördert würden an der Einrichtung alle Schüler, nicht nur Kinder mit Förderbedarf. Die Schule versuche aus unterschiedlichsten Bereichen jeweils passende Bestandteile in ihr pädagogisches Konzept zu integrieren. Doch nicht nur die Schulleitung, sondern auch Eltern-Vertreter kamen mit interessierten Besuchern ins Gespräch. „Diese Schule ist ein Zuhause für meine Kinder“, erläuterte Svea Steingrube aus dem Vorstand der Schülerschule. Da sie selbst eine volle Stelle habe, sei sie auf eine gute Betreuung, auch nach der Schulzeit, angewiesen. Steingrube schätzte es, dass die Kinder nach der Schulzeit Musikinstrumente lernen und unterschiedliche Bewegungsangebote nutzen könnten. Die gute Hausaufgaben-Betreuung und der Mittagstisch mit frisch zubereiteten Gerichten entlaste den Familienalltag. „Wenn ich die Kinder hier von der Schule abhole, ist schon viel gelaufen, so dass Taxi Mama nicht mehr gefragt ist“, sagte Steingrube.

Positiv äußerte sich auch Elternvertreter Stefan Hüners, dessen beide 15-jährige Töchter die Schule besuchen. „Die Kinder treiben sich hier gegenseitig sehr gut an, so dass die Lehrer und die Eltern nicht zu sehr Leistungsdruck aufbauen müssen“, informierte Hüners.

Die Vorbeikommenden nutzten die vielfältigen Möglichkeiten, ins Gespräch zu kommen. Sie schauten zudem in den Werkstätten vorbei und besuchten die 20 Stationen der Miniphänomenta-Ausstellung. Interessierte erhielten an den frei zugänglichen Experimentierstationen die Chance, zu beobachten, zu experimentieren und zu überlegen. Das eigene unmittelbare Erleben und altersgemäße Forschen stand dabei im Vordergrund.

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