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Pinneberger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 01:08 Uhr

Ellerbek : Schüler sind dem Müll auf der Spur

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Klassenübergreifendes Projekt an der Ellerbeker Hermann-Löns-Grundschule.

von
erstellt am 29.Nov.2014 | 14:00 Uhr

Ellerbek | Auf diesen Moment hatten sich die Schüler der Ellerbeker Hermann-Löns-Schule lange vorbereitet. Am Donnerstagmorgen war es dann so weit: Sie klopften an die Tür des Gemeindebüros, um den Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) zu interviewen.

Sechs Schüler der ersten Klasse hatten dafür während der Unterrichtseinheit zum Thema Müll die Fragen ausgearbeitet. Die drei Schüler der vierten Klasse dagegen hatten sich mit verschiedenen Medien beschäftigt und waren als „rasende Reporter“ unterwegs. „Dafür wurden sie mit Mikrofonen ausgestattet, in die ein Aufzeichnungsgerät integriert ist“, erklärte Schulsozialarbeiterin Vicky Lodemann.

„Wohin bringt die Müllabfuhr den Müll?“, war die erste Frage der Kinder. Die konnte der Bürgermeister mühelos beantworten. „In die Müllverbrennungsanlage nach Ahrenlohe. Dort wird noch einmal sortiert und was nicht mehr zu verwerten ist, wird verbrannt“, erklärte Hildebrand. „Warum haben wir keine Mülltrennung auf dem Schulhof?“, lautete die nächste Frage, die den Bürgermeister ins Grübeln brachte. „Stimmt, da habt ihr Recht, bei den Mülleimern auf dem Schulhof gibt es keine Trennung. Da könnten wir über eine andere Lösung nachdenken“, sagte Hildebrand. Immerhin gebe es für die Schule drei Tonnen – grau für Restmüll, braun für für Bio-Müll und blau für Papier –, doch die Trennung sei nicht so wie in einem Privathaushalt.

Die Frage, ob der Müll des Gemeindebüros sortiert werde, war dagegen ganz leicht zu beantworten. „Hier fällt nur Papiermüll an, der kommt in die blaue Tonne“, so Hildebrand.

Schwierig zu beantworten war dagegen die Frage, wie der Bürgermeister als Privatperson Müll vermeidet. „Ich versuche zum Beispiel beim Einkaufen die Umverpackung gleich im Laden zu lassen, etwa den Karton eines Haushaltsgeräts“, beschrieb Hildebrand. Außerdem würden er und seine Frau darauf achten, dass Lebensmittel ganz aufgebraucht werden und nichts weggeworfen werden müsse.

Als die Kinder jedoch wissen wollten, wie viel Müll pro Woche in der Schule anfällt und wie hoch die Kosten für die Abfuhr im Monat sind, musste der Bürgermeister passen. „Das weiß ich leider nicht“, gab Hildebrand zu. Immerhin konnte er den Jungen und Mädchen einen Hinweis geben, wo sie die Kosten erfahren: „Das steht in der Müllfibel“, wusste er. Zum Abschluss empfahl er den Schülern einen Besuch in der Ahrenloher Müllverbrennungsanlage. „Dort gibt es auch Führungen, das ist sehr interessant“, regte Hildebrand an.

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