Feuerübung in Ellerbek : Schüler proben den Ernstfall

Dichter Qualm im Treppenhaus zwang die Schüler, so schnell wie möglich durch die Fenster zu klettern.
Foto:
1 von 3
Dichter Qualm im Treppenhaus zwang die Schüler, so schnell wie möglich durch die Fenster zu klettern.

Ellerbeker Jungen und Mädchen nutzen Feuertreppe und Fenster. Nebelmaschine sorgt für realistisches Szenario.

von
14. Juli 2015, 10:00 Uhr

Ellerbek | „Das wird nicht lang dauern“, versprach Michael Schack, als er die Nebelmaschine im Treppenhaus der Ellbeker Hermann-Löns-Schule anstellte. Der Brandschutzerzieher der Freiwilligen Feuerwehr hatte mit seinen Kameraden für den Vormittag eine Übung in dem Gebäude vorbereitet. Ziel dabei war, zu überprüfen, ob die Stunden, in denen die Schulklassen das Verhalten im Ernstfall gelernt hatten, in der Praxis Früchte tragen und die Schüler geordnet das Gebäude verlassen werden.

Schnell breitete sich dichter Qualm im Erdgeschoss des linken Flügels und dem Treppenhaus aus. Wenig später dann der warnende Heulton: „Es brennt!“, waren die ersten Rufe aus den Klassenzimmern zu hören. Während im ersten Stock der Fluchtweg über den Flur und die am Gebäude außen angebrachte Feuertreppe führte, gab es für die Jungen und Mädchen sowie deren Lehrkräfte im Erdgeschoss nur einen Rettungsweg: durch die Fenster.

Zügig liefen die Kinder im Gänsemarsch die Treppe hinunter, während im Erdgeschoss die Fenster geöffnet wurden. Drinnen wurde jeweils ein Stuhl aufgestellt, um die Fensterkante zu erreichen, draußen standen die Lehrerinnen, die den Kindern sicher nach draußen verhalfen – dann sammeln, durchzählen und ab zum Treffpunkt auf dem Sportplatz. Binnen weniger Minuten hatten alle Personen das Gebäude verlassen und befanden sich auf dem „geordneten Rückzug“. Auf dem Sportplatz angekommen, stellten sich die Klassen in Reih’ und Glied auf und überprüften erneut die Anwesenheit. „Es ist ganz wichtig, dass die Lehrkräfte die Klassenbücher mitnehmen“, erklärte Schack. Dort sei auch vermerkt, welche Kinder an diesem Tag fehlen. „Sonst wird jemand vermisst, der vielleicht krank ist – und wir bekommen die Meldung, dass noch Personen im Gebäude sein müssen“, erläuterte Schack.

„Das habt ihr sehr gut gemacht, im echten Ernstfall wäre niemand von euch zu Schaden gekommen“, lobte Schulleiterin Thorina Nielsen ihre Schützlinge. Auch Übungsleiter Schack und Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) lobten die Schüler für ihre Disziplin während der Evakuierung.

Zum Abschluss versammelten sich die Kinder auf dem Pausenhof. Dort war in der Zwischenzeit ein Löschfahrzeug eingetroffen. Begeistert beobachteten die Schüler, wie schnell Schläuche und Verteiler in Betrieb genommen wurden und das Wasser vom Dach herabprasselte. Zum Duschen allerdings war’s dann doch zu frisch.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen